Tigers wie Phönix aus der Asche

Bayreuth Tigers  –  Dresdner Eislöwen 7:2 (2-1;2-0;3-1)

Zuschauer: 1390 Strafen: BT: 8 Min D: 35 Min Powerplay: BT: 2/5 D: 1/2

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu, Neher, Linden, M.Müller (2), Mayer (4) – S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Chouinard, Gams, V.Busch, Stas, Luciani, Ontl, Gläser (2)

Dresden: Eisenhut, Schroth – Hanusch, Zauner, Kramer, Boutin (2), Uplegger (2), Schmidt – Veisert, Rupprich (2), Davidek, Körner, Garten, Walther, Höller, Siddall (29), Huard, Pielmeier, Glemser

Tore: 1:0 (1) Chouinard (S.Busch, Stas); 1:1 (6) 5-4 Körner (Höller, Hanusch); 2:1 (7) Luciani (S.Busch, Pavlu); 3:1 (22) Geigenmüller (Ontl, Kolozvary); 4:1 (32) Geigenmüller (Pavlu, Neher); 5:1 (43) Stas (Chouinard, Luciani); 5:2 (50) Rupprich (Davidek, Huard); 6:2 (58) 5-4 Luciani (Chouinard, S.Busch); 7:2 (59) 5-4 Kolozvary (Pavlu, Gläser)

Nach den letzten Wochen mit einer zuvor nie gekannter Negativserie starteten die Wagnerstädter diesmal furios. Nach gerade einmal neun Sekunden nahm Chouinard einen Steilpass auf und überraschte Eisenhut im Löwentor durch die Beine zur extrem frühen Führung. Die Elbestädter wollten dies aber schnell korrigieren und gleich beim ersten Powerplay setzten sie dass auch in die Tat um. Nach einem cleveren Querpass durch den Slot nahm Neuzugang Körner zum Ausgleich Maß. Die erneute Antwort der Tigers ließ aber auch nicht lange auf sich warten. Keine Minute später zog der wieder sehr agile Luciani von ganz rechts außen ab und überraschte Eisenhut im langen Eck mit dem 2-1. Dresden kam zwar auch noch zu einzelnen Möglichkeiten (unter anderem ein Schuss an den Außenpfosten, 20.), doch die Hausherren brachten diesen knappen Vorsprung in die erste Pause.

Im Mitteldrittel blieben die Oberfranken dran und präsentierten sich weiter frisch, spritzig und lauf- und zweikampfstark. Geigenmüller nutzte ein Mißverständnis zweier Dresdner Akteure gedankenschnell zu einem Alleingang und erhöhte mit dem nötigen Quäntchen Glück gleich auf 3-1, was der der Moral der Tigers weiteren Auftrieb gab. Die in den letzten Wochen etwas verloren gegangene Zuversicht kam bei den Bayreuthern nun Stück für Stück wieder zurück. Man kann den Gästen nicht absprechen, dass sie nicht versucht haben dagegen zuhalten aber brauchbare Mittel fanden sie kaum gegen hartnäckige und defensiv kaum große Fehler machende Hausherren, die sich auch noch auf einen sicheren Goalie Vosvrda stützen konnten. Fast wie eine Bestätigung wirkte da das 4-1 wieder durch Geigenmüller. Bei seinem Break scheitert er trotz Foul zwar noch an Eisenhut, bleibt aber dran und nutzt seinen zweiten Versuch um den Vorsprung noch weiter zu erhöhen.

Für die letzten 20 Minuten erwartete man nochmals ein Aufbäumen der Eislöwen, die Kumeliauskas und Grafenthin als Aktivposten zwar ersetzen mussten, aber sich mit ihren anderen Akteuren einfach diesmal nicht so in Szene setzen konnten. Stas, der nach einer feinen Kombination über die sehr gut harmonierenden Chouinard und Luciani auf 5-1 erhöhen konnte, nahm diesen Ambitionen aber früh schon wieder etwas den „Wind aus den Segeln“. Durch den Treffer von Rupprich witterten die Gäste zwar nochmals etwas „Morgenluft“ aber spätestens nach Siddalls Spieldauerstrafe „war die Messe gelesen“ und das Team vom Roten Main verteilte noch etwas Balsam auf geschunden „Seelen“. Mit zwei Überzahltreffern polierte man seine eigene Powerplayquote auf und dem zuletzt geschwächt und etwas glücklos wirkenden Kolozvary brachte sein Treffer zum Schlusspunkt sicher auch noch einen extra Schub.

Unterm Strich blieb ein so nicht zu erwartender, aber völlig verdienter Heimsieg über den noch nie bezwungenen „Angstgegner“ der vielleicht etwas zu hoch ausfiel, aber doch mit kleinen Details noch mehr Signalwirkung haben könnte. Wie „Basti Mayer“ für seine hart gecheckten Kollegen Neher beim folgenden Faustkampf mit Siddall Einstand, oder man sich gegenseitig am eigenen Schopfe aus der wochenlangen Misere zog, zeugt schon von mehr als nur einem Lebenszeichen. Darauf gilt es nun aufzubauen und in den nächsten Wochen weitere Ausrufezeichen zu setzen. Der Anfang ist gemacht!



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH