Bayreuth zieht gegen Weißwasser knapp den Kürzeren

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 1:2 (1-0;0-2;0-0)

 Zuschauer: 1552 Strafen: BT: 4 Min W: 6 Min Powerplay: BT: 0/3 W: 0/2

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu, Neher, Linden, Müller, Potac (2), Mayer – S.Busch, Geigenmüller, Kolozvary, Chouinard, Gams, V.Busch, Stas (2), Luciani, Ontl, Gläser

Weißwasser: Franzreb, Kessler – Adam, Mücke (4), Hoffmann, Kania, Bär, Schiller, Owens – Boiarchinov, Jahnke, Stöber, Tegkaev, Kuschel, Eriksson (2), Schmidt, Ranta, Hayes, Götz, Warttig

Tore: 1:0 (17) Geigenmüller (Neher, Kolozvary; 1:1 (24) Götz (Ranta, Bär); 1:2 (33) Hayes (Schmidt, Jahnke);

Beide Teams starteten trotz der nicht optimalen Tabellensituation 14. gegen 12. mit dem Selbstbewusstsein von zuletzt zwei Siegen in diese Partie, die ausgeglichen und sehr taktisch geprägt begann. Man baute häufig ein massives, engmaschiges Bollwerk in der neutralen Zone auf, was es den Offensivkräften lange sehr schwer machte das Spiel konstruktiv aufzubauen oder gar gute Torchancen heraus zu spielen. Unbedrängt blieb dabei kaum jemand und auch die Passwege waren meist zu. Die nur einzelnen gefährlichen Szenen blieben so sichere Beute der Goalies. Etwa ab Minute 15 fanden die Hausherren zuerst den „passenden Schlüssel“ dazu und hatten in kurzer Abfolge gleich mehrere Hochkaräter an Torchancen, bei denen aber der trotz einiger Abpraller starke Goalie Franzreb jeweils die bessere Antwort hatte. Kurz danach gab es aber noch eine Möglichkeit als Nehers Fernschuss mehrfach abgefälscht bei Geigenmüller landete, der die Scheibe dann Gedankenschnell doch noch zur Führung ins Tor bugsierte.

Im zweiten Abschnitt änderten sich die Vorzeichen dann aber radikal. Weißwasser übernahm mehr und mehr das Spiel und setzte sich, angetrieben vom immer stärker werdenden Jeff Hayes, im Angriff fest. Lohn dafür war der Ausgleich durch Götz, nachdem Vosvrda einen guten Schuss von Ranta zwar zur Seite abwehren konnte, aber der Nachschuss dann einschlug. Die Füchse blieben weiter am Drücker und beschäftigten die Oberfranken massiv in der Defensive, die dadurch kaum noch zu eigenen Angriffen kamen. Hayes war es dann, der die Partie nach schönem Zuspiel von Schmidt mit seinem 1-2 zu diesem Zeitpunkt verdientermaßen komplett drehte und das „Momentum“ noch weiter auf die Seite der Gäste zog. Erst in den letzten 90 Sekunden dieses Abschnitts kamen die Tigers wieder auf, doch Luciani und Chouinard brachten ihre guten Chancen hauchdünn nicht im Tor unter.

Für das Schlussdrittel waren die Rollen damit nun relativ klar verteilt. Die Wagnerstädter mussten die Initiative übernehmen und Weißwasser begab sich in die Konterstellung. Bayreuth tat sich mit dieser Ausgangslage aber lange Zeit schwer gute Ideen zu entwickeln. Es gelangen anfangs nur wenige Kombinationen und im Powerplay (50.) wurde Lucianis Versuch bei der noch besten Torchance erst kurz vor der Torlinie geklärt. Auf der Gegenseite musste Vosvrda auch mehrmals rettend eingreifen, aber der Schlussspurt der Hausherren hatte es dann nochmals in sich. Eine weitere Überzahl nutzte das Heimteam zu einem „Dauerfeuer“ auf Franzreb, aber irgendwie brachten er und seine Vorderleute immer noch ein Körper- oder Ausrüstungsteil dazwischen, so dass kein mehr Treffer fiel. Als Tigerscoach Waßmiller seinen Torwart Vosvrda gut 90 Sekunden vor Ende für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, spitzte sich die Situation noch weiter zu. Unzählige Schüsse und turbulente Szenen gab es noch, aber die Hartgummischeibe wollte diesmal gegen den teilweise spektakulär rettenden Füchse-Torhüter einfach nicht mehr über die Linie. Bayreuth versuchte alles, aber die Ostsachsen nahmen die drei Punkte schlussendlich durch ein überlegen geführtes Mitteldrittel doch mit auf die Heimreise in einer zwar nicht hochklassigen aber sehr spannenden Begegnung.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH