Die neue Paradelinie sichert den Tigers-Sieg

5 Treffer gehen auf das Konto von Chouinard, Stas und Luciani

Bayreuth Tigers – EC Bad Nauheim 6:4 (1-1;3-3;2-0)

Zuschauer: 1139 Strafen: BT: 4 Min  BN: 2 Min        Powerplay: BT: 0/0     BN: 0/2

Bayreuth: Vosvrda, Hartung – Gerstung, Pavlu, Neher, Linden, Müller, Potac, Mayer – S.Busch, Kolupaylo, Geigenmüller, Bartosch, Chouinard, Gams, Alanov, V.Busch, Stas (2), Luciani, Ontl, Gläser +2

Bad Nauheim: Bick, Preuß – Ketter, Slaton, Erk, Mannes, Stiefenhofer – Pauli, Meland, Sylvester, Lange, Livingston (2), McNamee, Frosch, Reimer, Krestan, Meisinger, Bettahar, Kolb

Tore: 1:0 (1) Sylvester (Meland, Slaton); 1:1 (13) Luciani (Chouinard, Stas); 2:1 (31) Kolupaylo (S.+ V.Busch); 3:1 (34) Stas (Chouinard, Luciani); 3:2 (35) Bettahar (Meisinger, Meland); 4:2 (36) Chouinard (V.Busch, Linden); 4:3 (38) Meland (Slaton, Krestan); 4:4 (39) Reimer (Pauli, Frosch); 5:4 (47) Chouinard (Luciani, Gerstung); 6:4 (52) Stas (Luciani, Chouinard)

Diese Wochentagspartie nutzte Tigers-Coach Waßmiller zu einigen Umstellungen. Rückkehrer Kolupaylo ersetzte Kolozvary für den es nach intensiven Wochen mal eine Pause gab und Ontl rückte dafür in die Mitte, zusätzlich flankiert von Geigenmüller. Auch bei den Abwehrpärchen gab es Änderungen in der Zusammenstellung, was aber nicht als Erklärung für die Fehler taugte, die den Gästen einen Blitzstart ermöglichte. Sylvester marschiert relativ ungestört aus der neutralen Zone auf Vosvrda und überwindet ihn schon nach 21 Sekunden zum 0-1. Danach hatte zwar Nauheim noch einige kleinere Möglichkeiten, aber insgesamt fehlte dem Spiel lange Struktur und vieles wirkte eher zufällig. Zum Glück für die Tigers gelang Luciani bei einem der wenigen schnellen Gegenzüge zumindest der Ausgleich als Gästetorwart Bick bei seinem Schuss die Scheibe durchrutschen lies.

Auch in den zweiten 20 Minuten blieb das Spiel auf überschaubarem Niveau, doch ab Mitte der Begegnung überschlugen sich die Ereignisse. Nahezu ohne Defensive ging es hin und her. Kolupaylo, und Stas nach einem Scheibenklau von Luciani und schnellem Querpass von Chouinard brachten ihre Farben in Front, doch die Hessen antworteten. Bettahar traf unbedrängt zum Anschluss und auch dem 4-2 per Break von Chouinard, wo Bick erneut dran war aber das Tor nicht verhindern konnte, schlugen die Wetterauer zurück. Der im Halbfeld wegen totaler Unordnung völlig vergessene Meland und Reimer per Bauerntrick gelang nochmals der Ausgleich in einer „wilden Phase“ in der es „hüben wie drüben“ kaum mehr Raumaufteilung und strukturierte Defensivarbeit bei den Hausherren gab. Den Zuschauern gefällt dieses „coast to coast“ teilweise, den Trainer wachsen da meist nur graue Haare in Massen.

Für den letzten Abschnitt haben beide Trainer dann zwar sicher mehr Augenmerk auf die Abwehrarbeit angemahnt, aber bei Nauheim wurde das durch den verletzungsbedingten Ausfall der beiden Defender Mannes und Stiefenhofer noch erschwert, so dass die bisherigen Stürmer Meland und Sylvester zeitweise nach hinten gezogen wurden. Die Oberfranken brachten nun etwas mehr Stabilität ins Spiel und profitierten weiter von Nauheimer Fehlern. Einen davon nutzte der auffällige „Spieler des Tages“ Chouinard mit cleverer Bewegung zum 5-4 und zog somit das Momentum wieder auf die Heimseite. Den nächsten „Bock“ bestrafte Stas – stark von Luciani in Szene gesetzt – mit einem weiteren Treffer (52.), der dann schon eine Art Vorentscheidung war. EC-Trainer Kujala nahm zwar noch für mehr als 2 Minuten seinen Goalie vom Eis, aber Tore gelangen nicht und so blieben die drei Punkte diesmal mit einer teilweise „vogelwilden Abwehr“ auf beiden Seiten nicht unverdient in der Wagnerstadt. Den 5 Toren der neuen Paradelinie hatten die Gäste am Ende nicht genug entgegen zu setzen, auch weil ihnen noch der eine oder andere Fehler mehr unterlief und Bayreuth mit Vosvrda den besseren Goalie stellte, der seinen auch öfters patzenden Vorderleuten mehrmals sprichwörtlich „den A…“ rettete.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH