Bayreuth sichert sich 2 Punkte nach dramatischem Finish

Bayreuth Tigers –  ESV Kaufbeuren  4:3 n.V. (2-0;0-0;1-3;1-0)

Zuschauer: 1306 Strafen: BT: 18 Min K: 12 Min Powerplay: BT: 2/4 K: 1/7

Bayreuth: Vosvrda (2), Hartung, – Gerstung (2), Pavlu, Neher, Linden (2), M.Müller, Potac (2), Mayer – S.Busch (2), Geigenmüller, Voronov (4), Kolozvary, Bartosch, Chouinard, Gams (2), V.Busch, Stas (2), Luciani, Ontl, Gläser

Kaufbeuren: Vajs, Kucis – Reinig, dePaly, Osterloh (4), Haase, Kasten (2), Monteith, Pfaffengut – Wolter, Schmidle (2), Lewis (4), Thomas, Schäffler, Billich, Sarrault, Wohlgemuth, Oppolzer, Blomquist, Karevaara, Kiefersauer

Tore: 1:0 (16) 5-4 Luciani (S.Busch, Chouinard); 2:0 (17) 5-4 S.Busch (Luciani, Pavlu); 2:1 (48) Sarrault (Karevaara, Pfaffengut); 3:1 (55) 4-4 Bartosch (Neher, Potac); 3:2 (56) 5-4 Billich (Schmidle, Sarrault); 3:3 (60) Sarrault (Penalty); 4:3 (64) Kolozvary (Potac)

Mit den Rückkehrern Geigemüller und Müller füllte sich das Line-up der Tigers weiter auf für diese Partie, in die man sehr engagiert startete. Gutes Zweikampfverhalten und Positionsspiel ließ den favorisierten Gästen wenig Entfaltungsmöglichkeiten und so neutralisierte man sich die ersten Minuten. Kaufbeuren erkämpfte sich dann zwar etwas mehr Spielanteile, doch echte Torchancen sprangen dabei nicht heraus und die „Halben“ wurden sichere Beute von Tomas Vosvrda. Zum Ende des ersten Drittels gab es dann Strafzeiten auf beiden Seiten, die der ESV allerdings gegen das gute Penalty-Killing der Gelb-Schwarzen nicht nutzen konnte. Ganz anders lief es auf der Gegenseite. Mit einem genialen Querpass, der wie das „heisse Messer durch die Butter“ diagonal durch die Unterzahlbox ging, bediente der auffällige S.Busch Luciani und der verwandelte direkt. Damit aber noch nicht genug, gab es keine zwei Minuten später eine sehr ähnliche Szene, in der nur Passgeber und Torschütze vertauscht waren. Nach einem starken Aufbaupass von Chouinard bediente diesmal Luciani S.Bussch, erneut diagonal, der zum 2-0 in einem der stärksten Drittel dieser Spielzeit für die Gastgeber einnetzte.

Im zweiten Abschnitt zogen die Allgäuer dann spürbar an und verlagerten immer mehr Spielanteile in die Zone der Wagnerstädter. Nur noch einzelne Gegenzüge gelangen den Bayreuthern, bei denen der Top-Torhüter der, Gäste Stefan Vajs auf dem Posten war. Deutlich mehr beschäftigt wurde nun aber sein Gegenüber Vosvrda, der ihm aber mit zahlreichen Prachtparaden in nichts nachstand. Ab und zu musste aber auch das nötige Quäntchen Glück helfen, als man im entscheidenden Moment doch noch den Körper oder Schläger dazwischen brachte. Mit vereinten Kräften hielt man dem teilweisen Dauerdruck der Joker stand und brachte den 2-Tore-Vorsprung in die zweite Pause.

Sergej Waßmiller tauschte dann Gläser für V.Busch und stellte auf drei Reihen, um die Kräfte mehr zu bündeln. Kaufbeuren blieb aber weiter am Drücker und mühte sich um den Anschluss. Aus dem Zentrum nach gewonnenem Zweikampf gelang dieser schließlich Sarrault und befeuerte damit die Bemühungen seines Teams weiter. Als Bartosch seine gute Leistung mit einem energischen Solo zum 3-1 krönte (55), dachte mancher an eine Vorentscheidung, doch der ESV wollte nach wie vor nicht nachgeben. Immer wieder angetrieben von Sarrault und Blomquist ließ man nicht locker und das Nachsetzen von Billich, als Vosvrda die Scheibe einmal nicht festhalten konnte, wurde mit dem erneuten Anschluss belohnt. Richtig dramatisch wurde es dann in den letzten 2 Minuten. Erst scheiterte Luciani an Vajs, was auch nach Videobeweis korrekt als kein Treffer gewertet wurde und dann nahm Trainer Brockmann seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Lucianis „empty net“ Versuch scheiterte am Pfosten und das folgende Break von Lewis konnte Pavlu nur noch mit der Notbremse stoppen. Durch die Verletzung von Lewis durfte dann Sarrault den fälligen Penalty ausführen, welchen der Kanadier eiskalt zum späten Ausgleich verwandelte.

In der Verlängerung 3 gegen 3 ging es dann hin und her und Spieler des Tages Vosvrda musste gegen Karevaara und Sarrault beste Chancen spektakulär entschärfen, bis der sehr fleißige Kolozvary nach feinem Zuspiel von Potac, sich und sein Team mit dem „game winner“ für eine wirklich gute Partie, die viel besser war als es der Tabellenplatz der Oberfranken vermuten ließ, belohnte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH