Dezimierte Tigers ohne Chance beim amtierenden Meister

Löwen Frankfurt  – Bayreuth Tigers 8:3 (2:0, 2:1, 4:2)

Zuschauer: 3712  Strafen: Frankfurt: 6 Min.   Tigers: 18 +10 Chouinard  Min.  Powerplay: Frankfurt 5/8 Tigers: 0/3

Frankfurt: Jaeger, StrobelYorke (2), Tiffels, Gläßl, Schüle, Dronia, Faber (2), Bindels – Jarrett, Stretch (2), Dumont, MacLeod, Valentin, C. Breitkreuz, Seeger, Pistilli, B. Breitkreuz, Koziol, Schymainski, Liesegang

Bayreuth Tigers: Raitums, Ledutke – Gerstung (6), Pavlu (2), Linden (2), Müller (4), Potac, Mayer (2) – S. Busch, Voronov, Kolozvary, Bartosch (2), Chouinard (2), Alanov, V. Busch (2), Stas, Ontl, Gläser

Tore: 1:0 (5.) Stretch (B. Breitkreuz, Liesegang) PP1, 2:0 (8.) Dumont (Schüle, Seeger), 3:0 (24.) MacLeod (Dronia, Jarrett) PP1, 3:1 (29.) Kolozvary (Potac, Alanov), 4:1 (30.) Schymainski (Stretch, Schüle), 4:2 (42.) Chouinard (Stas), 5:2 (44.) B. Breitkreuz (Liesegang, Schüle) PP1, 6:2 (50.) Schymainski (Jarrett, MacLeod) , 7:2 (54.) Faber (Liesegang, Stretch) PP1, 8:2 (56.) Pistilli (Stretch, Faber) PP1, 8:3 (60.) Alanov (Stas)

Die Reise nach Frankfurt stand bereits vor dem Start unter keinen guten Vorzeichen. Neben den bereits länger verletzten Geigenmüller, Drews und Heider gesellten sich noch Hartung, Neher und Luciani hinzu. Gams weilte bei der U19-Nationalmannschaft. Zudem erhielt Vosvrda eine Pause, der von Raitums vertreten wurde. Aus Regensburg wurde der junge Torsteher Ledudtke zur Verfügung gestellt. Und auch während der Partie hörte das Pech, das die Tigers in dieser Saison verfolgt nicht auf. Ontl musste nach einem Schuss auf den Knöchel passen und zum Schluss hin quittierte der erst zum heutigen Spiel zurück gekehrte Kolozvary den Dienst.

Die Tigers brauchten länger um einigermaßen in die Partie zu finden. Die ersten 15 Minuten gehörten den Gastgebern, ohne dass die Bayreuther wirklich eigene gute Chancen kreieren konnten. Zu diesem Zeitpunkt stand es nach Treffern von Stretch und Dumont bereits 2:0 für die Heimmannschaft. Erste Lebenszeichen sendeten die Tigers durch Valentin Busch, Alanov und Chouinard zum Ende des Abschnitts. Bartosch mit einem Alleingang nur Sekunden vor dem Pausenpfiff setzte den Schlusspunkt der ersten 20 Minuten.

Im zweiten Spielabschnitt war es MacLeod im Powerplay (24. Min.), der das erste Zeichen setzen konnte. Den heraus gearbeiteten Anschluss in der 29. Minute durch Kolozvary, der einen Abpraller gedankenschnell verwertete, setzte Schymainski sofort den nächsten Treffer der Frankfurter entgegen, der ziemlich frei zum Schuss gekommen war. Obwohl auch im Mittelabschnitt die Gastgeber routiniert und mit mehr Scheibenbesitz unterwegs waren, kamen die Gäste immer wieder zu Chancen. Chouinard, Valentin Busch und Kolozvary kurz vor der Pause, der das Metallgestänge anvisierte, hätten den Spielstand freundlicher gestalten können.

Und so ging es zunächst im letzten Drittel weiter. Stas kam an die Scheibe, verzögerte klug und passte auf den mitgelaufenen Chouinard, der auf 4:2 verkürzen konnte. Dies bei eigener Unterzahl. Danach waren allerdings die Frankfurter am Zug. Tor um Tor schraubten sie das Ergebnis in die Höhe, das am Ende um ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel. Konsequent nutze das beste PP-Team der Liga seine Gelegenheiten und traf am Ende in fünf von acht Situationen. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte erneut ein Tigers-Akteur. Alanov, der kurz vorher gescheitert war, verwertete 23 Sekunden vor dem Ende einen Alleingang in Torjäger-Manier.

„Das Ergebnis fällt etwas zu hoch aus. Wir haben zu viele dumme Strafen kassiert und gleich 5 Treffer in Unterzahl bekommen. Das ist eindeutig zu viel. Man muss aber auch sehen, dass wir wieder einige kranke und verletzte Spieler haben. Das ist für uns nicht zu kompensieren. Wir hoffen, dass der eine oder andere zurückkehrt und wir am Freitag mit einer vernünftigen Kaderstärke antreten können,“ so Dietmar Habnitt kurz nach der Partie.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH