Tigers mit couragiertem Auftritt – knappe Niederlage bringt jedoch den Füchsen die Serien-Führung…

Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers 4:3 (0:0, 3:2, 1:1)

Zuschauer: 1.931   Strafen: Füchse:  8 Min.  Tigers:  12 Min.  Powerplay: Füchse: 1/4 Tigers: 1/2

Lausitzer Füchse: Franzreb, Kessler – Kohl, Geiseler (2), Mücke, Hoffmann, Kania, Bär, Owens  – Boiarichinov, Jahnke (2), Adam, Neuert,  Tegkaev, Schmidt (4), Kuchejda, Ranta, Hayes, Götz, Eriksson, Warttig

Bayreuth Tigers: Vosvrd, Raitums– Gerstung, Heider, Neher (2), Müller (4), Linden, Potac, Mayer (2) –  Pavlu, S. Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Gams, V. Busch, Stas (4), Luciani, Gläser

Tore: 1:0 (24.) Schmidt (Hayes) PP1, 1:1 (36.) Pavlu (S.Busch) PP1, 2:1 (37.) Tegkaev (Mücke, Eriksson), 2:2 (38.) V. Busch (Gams, S. Busch) 3:2 (40.) Hayes ( Boiarichinov, Ranta ), 4:2 (51.) Hayes (Owens), 4:3 (52.) Geigenmüller (Bartosch, Linden)

Ohne Chouinard, Ontl, die angeschlagen passen mussten und Alanov, der in Nürnberg gebraucht wurde, gingen die Tigers das erste von bis zu sieben Playdown-Spielen gegen die Lausitzer Füchse an. Etwa zehn Minuten gönnten sich beide Teams um warm zu werden und ins Laufen zu kommen, bis die Partie Fahrt aufnahm.

Die ersten Chancen der Tigers datierten aus der 14. Minute als Gläser es aus spitzen Winkel versuchte und nur kurze Zeit später Pavlu, der für den verletzen Chouinard in den ersten Sturm rückte, einen langen Pass von Heider aufnahm, alleine auf Franzreb zufahren konnte und nur knapp scheiterte. Im Gegenzug leitete dann Mücke auf Seiten der Gastgeber eine kurze Druckphase ein, in der die Tigers kurzzeitig in Schwimmen gerieten, das Tor aber sauber halten konnten. Und noch einmal in diesem Drittel machten die Füchse gewaltig Druck als Sergej Stas die ersten Strafminuten der Partie nahm.

In der nächsten PP-Situation machten es die Blau-Gelben dann besser. 24 Minuten waren gespielt, als Hayes in den Slot, auf den frei stehenden Schmidt, passen konnte und dieser zum ersten Mal die Führung auf die Anzeigentafel brachte. Und nun begann auch Eishockey, wie man es sich in dieser Phase der Saison wünscht. Es wurde um jeden Zentimeter Eis intensiv gekämpft, was immer wieder zu kleinen Strafen führte. Adam, Müller, der sich mit Schmidt beharkte gingen zum Abkühlen. Schmidt dann gleich noch einmal, was dieses Mal Folgen hatte. Pavlu fackelte nicht lange als ihn S. Busch im Slot anspielte und glich aus. Allerdings hielt der Ausgleich nicht lange. Mücke chipte die Scheibe in die „gefährlich Zone“ in der Tegkaev bereit stand und dem Puck die entscheidende Richtungsänderung gab. Die erneute Führung machten die Tigers jedoch schnell wieder wett als Gams V. Busch bediente und dieser stark zum Ausgleich abschließen konnte. Als man sich auf Seiten der Tigers vermutlich mit dem Unentschieden schon in der Drittelpause sah, schlug Jeff Heyes zu und brachte die Füchse wiederrum in Führung.

Im letzten Abschnitt bestimmten zunächst und insgesamt den größeren Teil des Spieldrittels die Tigers das Geschehen auf dem Eis. Unterbrochen von einigen Gelegenheiten der Gastgeber – Hayes, Boiarichinov und Jahnke hatten Möglichkeiten – drängten die Tigers auf den Ausgleich. Gläser aus zentraler Position, V. Busch mit einem Gewaltschuss und Kolozvary aus kurzer Distanz hatten beste Gelegenheiten. Doch als Hayes eine Hereingabe von Owens so abfälschen konnte, dass die Scheibe Vosvrda durch die Schoner rutschte, war das Spiel vermeintlich entschieden. Nur gut 50 Sekunden später setzte sich Bartosch energisch durch, passte quer durch den Slot auf den lauernden Geigenmüller, der wieder den Anschluss herstellen konnte. Ein weiteres Anrennen brachte am Ende nichts Zählbares mehr und so setzten die Füchse das erste Ausrufezeichen, was in einer ggf. sehr langen Serie sicherlich noch kein entscheidender Vorteil sein muss.

„Es war ein schweres Spiel, welches viel Kraft gekostet hat. Insgesamt haben wir zu viele Chancen liegen lassen,“ analysierte Tigers-Coach im Anschluss knapp die Partie.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH