Bayreuth erarbeitet sich das Quäntchen Glück

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 2:1 n.V. (0-0;0-1;1-0; 1-0)

Zuschauer: 1995 Strafen: BT: 6 Min W: 6 Min Powerplay: BT: 0/3 W: 1/3

Bayreuth: Vosvrda, Raitums – Gerstung, Heider, Neher, Linden, Müller, Potac, Mayer (2) – Pavlu, S.Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Gams, V.Busch, Stas, Luciani (4), Gläser

 Weißwasser: Franzreb, Kessler – Kohl, Geisseler, Adam, Mücke, Hoffmann, Kania (2), Bär, Owens (2) – Boiarchinov, Jahnke, Neuert, Stöber, Tegkaev, Eriksson, Schmidt, Kuchejda, Ranta, Hayes, Götz (2), Warttig

Tore: 0:1 (39) Owens (Eriksson, Hayes); 1:1 (46) Bartosch (Kolozvary, Geigenmüller); 2:1 (69) Luciani (Stas, Linden)

Spiel 2 dieser Playdown-Serie gingen beide Teams mit den identischen Formationen an wie die erste Partie, nur Marius Stöber kam bei den Gästen noch im „line-up“ dazu.

Mit viel Körperspiel startete man in dieses nächste KO-Spiel und besonders die Hausherren setzten sofort einige Duftmarken. Leider verletzte sich dabei Füchse-Stürmer Boiarchinov früh und konnte nicht mehr weiter machen. Weißwasser zeigte sich davon aber unbeeindruckt und erspielte sich nach etwa fünf Minuten erste Großchancen, doch weder Ranta noch der auffällige Kuchejda kamen am starken Vosvrda vorbei. In der Folgezeit, speziell bei zwei Powerplay-Situationen, kamen auch die Tigers zu einzelnen Möglichkeiten, ohne aber dabei erfolgreich zu sein. Trotz deutlich mehr Tempo als zu Beginn des ersten Duells und insgesamt leichten Vorteilen für Weißwasser, blieb es somit beim 0-0 zur ersten Pause.

Für den zweiten Abschnitt kamen die Oberfranken dann noch offensiver aus der Kabine. Läuferisch noch eine „Schippe“ draufgelegt übernahm man mehr und mehr die Initiative, doch trotz einiger guter Einschussmöglichkeiten – die beste war vielleicht der Alleingang von Sergej Stas (25.), wo Franzreb im Füchsetor ganz cool blieb und parierte – gelang ihnen die Führung nicht. Bayreuth war jetzt voll im Spiel und hatte einige Drangphasen, angetrieben von Rückkehrer Heider nach sehr langer Verletzungspause und Routinier Potac, doch wie so oft rächte sich das Auslassen der eigenen Chancen. Kurz vor der zweiten Pause – Weißwasser spielte in Überzahl – legte der spielstarke Eriksson noch mal quer auf Owens und dessen Direktschuss schlug zum 0-1 ein.

Dieser Treffer hatte etwas Schockwirkung beim Team vom Roten Main und man tat sich schwer wieder ins Spiel zu finden, doch es gelang ihnen erneut sich frei zu schwimmen. Der „game-plan“ von Trainer Waßmiller, defensiv konsequent auf den Körper und wenn möglich schnell nach vorne zu spielen, wurde eingehalten und mit dem Ausgleichstreffer von Bartosch, der einen Abpraller nach einem Geigenmüller-Schuss sicher verwandelte, brachte neue Energie in die Truppe. Danach spielten sich wieder turbulente Szenen ab und beide stimmungsvollen Fanlager unterstützen ihr Team nach Kräften. Mehrere richtig gute Chancen wurden auf beiden Seiten Beute der sehr starken und sicheren Torhüter und so musste man die Overtime als Entscheidungshilfe hernehmen.

Anders als in der Hauptrunde wird diese 5 gegen 5 gespielt und Weißwasser fand zuerst den Schlüssel für die Offensive. Schon beim Versuch von Hayes (66.) der Vosvrda fast durchrutschte und am Pfosten landete, benötigte man auf Seiten der Gelb-Schwarzen das nötige Glück, das man sich durch nimmermüden Einsatz aber auch hart erarbeitete. Vollendet wurde dieses Glücksgefühl als nach einer feinen Einzelleistung von Stas über Umwege Torjäger Luciani an die Scheibe kam und aus spitzem Winkel den zweiten Versuch zum „sudden death“ in die Maschen setzte.

Über verdient oder viel Glück ist es müßig zu diskutieren. Unter dem Strich bleibt ein knapper Heimsieg der Tigers in einem hart umkämpften, aber weitgehend fairen Spiel in dem sich beide Teams nichts schenkten zum Serienzwischenstand von 1 zu 1. Sehr auffällig auf Seiten der Gäste wiedermal Owens und Hayes, aber auch Kuchejda, Eriksson, Mücke und Jahnke, während bei den Bayreuthern das gesamte Kollektiv gut zusammenarbeitete, gestützt auf einen brilliant spielenden Vosvrda und eine immer wieder ankurbelnde KGB-Reihe, wobei auch alle anderen im Team einen guten Job verrichteten.

Weiter geht’s bereits am Sonntag in der Lausitz. Spiel 4 ist dann wieder in Bayreuth, am Dienstag dem 20.03.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH