Bayreuth unterliegt Weißwasser knapp nach turbulenten Finish

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 1:2 (0-1;0-0;1-1)

Zuschauer: 1674 Strafen: BT: 10 Min W: 22 Min Powerplay: BT: 1/4 W: 0/3

Bayreuth: Vosvrda, Raitums – Gerstung, Heider, Neher (2), Linden (2), Müller (2), Potac, Mayer – Pavlu, S.Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Gams, V.Busch, Stas, Luciani, Gläser (4)

Weißwasser: Franzreb, Kessler – Kohl, Geisseler (12), Adam, Mücke (2), Hoffmann, Kania (2), Bär (2), Owens – Jahnke, Neuert (2), Tegkaev, Kuschel, Schiller, Eriksson, Schmidt, Kuchejda (2), Ranta, Hayes, Götz, Warttig

Tore: 0:1 (16) Ranta (Tegkaev, Bär); 0:2 (49) Hayes (Owens, Tegkaev); 1:2 (57) Luciani (Kolozvary)

Dieses Spiel 4 im Bayreuther Tigerkäfig hatte erneut eine nur kurze Anlaufzeit und sehr schnell wurde die Partie relativ offen. Sehr gute Chancen auf beiden Seiten (Pavlu, Luciani oder Hayes) wurden aber sichere Beute der beiden starken Goalies, die jeweils die besseren Antworten parat hatten. Den Oberfranken gelang es anfangs häufig mit ihrem „forecheck“ den Aufbau der Gäste empfindlich zu stören, schafften es auch immer wieder die Scheibe zu gewinnen und offensiv selbst abzuschließen, was fehlte war der Torerfolg. Einmal visierte Bartosch nur die Latte an, auch wenn es fraglich ist ob es etwas tiefer überhaupt gezählt hätte, da das Tor schon aus der Verankerung war. Auch auf der Gegenseite gab es einige Möglichkeiten mit dem gleichen Ergebnis und so wäre ein 0-0 zur Pause durchaus denkbar. Dagegen aber hatte Ranta etwas, der eine Einzelaktion mit dem 0-1 (16.) vollendete und damit den Gästen noch mehr Optionen gab aus einer massierten Defensive heraus zu spielen.

Im zweiten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams etwas mehr und es gab noch weniger Torchancen. Weißwasser wählte freiwillig eine deutlichere passive und abwartende Haltung und den Bayreuther mangelte es immer wieder an zündenden Ideen. Richtig Tempo bekam man diesmal fast nie ins eigene Spiel. Ihre läuferischen Vorteile nutzten die Ostsachsen zu einzelnen, eigenen Möglichkeiten, doch hier zeigte sich Vosvrda genauso aufmerksam wie sein Gegenüber Franzreb und man ging ohne weitere Treffer in den Schlussabschnitt.

Hier änderte sich erstmal kaum etwas am Spielverlauf. Weißwasser versuchte defensiv alles zu kontrollieren und wenig zuzulassen und den Hausherren fehlten weiter die Mittel um sich bessere Chancen zu erspielen. Mit dem 0-2, als der wiederum sehr agile Hayes (49.) einen Schuss so platzierte, dass die Scheibe Vosvrda von der Schulter nach oben sprang und über die Schulter ins Tor kullerte, schien dann eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch noch wollten die Wagnerstädter nicht nachgeben und in Überzahl zog Kolozvary noch einmal an, bediente den im Sprint durchgelaufenen Luciani im Zentrum und der traf tatsächlich zum Anschluss. Sofort kam wieder neues Leben ins Team vom Roten Main und man setzte nach. Ein Schussversuch von Bartosch aus halblinker Position flog abgefälscht Richtung Tor und dann kam die große Frage: drin oder nicht? Die Bilder vom Videobeweis deuteten zwar eher auf Tor hin, aber durch die perspektivische Verzerrung blieb dies unklar und die Schiedsrichter entschieden schlussendlich, dass es beim 1-2 bleibt. Zwar versuchten die Gastgeber noch mit 6 gegen 5 den Ausgleich zu erzwingen, was aber auch nicht gelang und stattdessen schaffte es Weißwasser mit diesem knappen Sieg die Serie auf 2-2 zu stellen.

 

Weiter geht’s bereits am Freitag 20 Uhr in der Lausitz. Spiel 6 ist dann Sonntag wieder in Bayreuth. Spielbeginn diesmal bereits um 16 Uhr.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH