Bayreuth Tigers schlagen zurück

Verdienter Heimsieg zum Serienausgleich von 3-3

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse 4:2 (0-0;1-1;3-1)

Zuschauer: 2.092 Strafen: BT: 41 Min W: 39 Min Powerplay: BT: 1/3 W: 1/4

Bayreuth: Vosvrda, Raitums – Gerstung, Heider (2), Neher (4), Linden, Müller, Potac, Mayer – Pavlu, S.Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary (4), Bartosch, Gams, V.Busch, Stas (6), Luciani (25), Ontl, Gläser

Weißwasser: Franzreb, Kessler – Kohl (4), Geisseler (25), Adam, Mücke, Hoffmann, Kania, Bär, Owens (4) – Jahnke, Neuert, Tegkaev, Kuschel, Schiller, Eriksson, Schmidt, Kuchejda, Ranta (2), Hayes, Götz, Warttig

 Tore: 0:1 (29) Tegkaev (Owens, Hayes); 1:1 (32) Bartosch (Potac, Kolozvary); 1:2 (44) Kolozvary (Vosvrda); 3:1 (54) Luciani (Stas, Pavlu); 4:1 (57) 5-4 Geigenmüller (Potac, Kolozvary); 4:2 (59) 6-4 Ranta (Mücke, Eriksson);

Dieses “do or die-Spiel” der Hausherren vor stimmungsvollen Zuschauern beider Lager hatte zu ungewöhnlich früher Uhrzeit einen absolut gleichverteilten Beginn, bei welchen man beiden Teams den „safety-first-Gedanken“ ziemlich deutlich anmerkte. Zwar gab es jeweils einzelne Möglichkeiten, aber ohne die ganz großen Hochkaräter und die Torhüter blieben hüben wie drüben insgesamt Herr der Lage. Auffällig war dabei aber, dass die Tigers diesmal den Slot vor Franzreb häufiger besetzten als in den letzten Partien, was in den ersten 20 Minuten aber noch nicht von Erfolg gekrönt war. Das 0-0 zur ersten Pause spiegelte das Spiel folgerichtig sehr gut wieder.

In Abschnitt zwei blieb der Spielverlauf erstmal ähnlich, bis beide Kontrahenten etwas flüssigere Spielzüge aufs Eis legten. Den ersten Eintrag aufs Scoreboard schafften die Gäste. Der offensivstarke Verteidiger Owens zog ins Bayreuther Drittel, setzte an das Tor zu umkurven, spielte dann aber die Scheibe von hinter dem Gehäuse zurück direkt auf Tegkaev und der fand tatsächlich eine minimale Lücke zwischen Pfosten und Vosvrda zum 0-1. Die Tigers zeigten sich davon aber nur kurz beeindruckt und setzten zum Gegenschlag an. Ein gezielter und perfekter Pass von Potac fand Bartosch im Slot und der brachte die Scheibe zum Ausgleich über die Linie, was auch nach dem Videobeweis Bestand hatte. Davon gepuscht legten die Oberfranken nach und erspielten sich weitere Chancen, die sie aber vorerst nicht mehr an Franzreb vorbei bringen konnten. Kurz vor der zweiten Pause kassierten die Gastgeber aber zwei Strafen kurz hintereinander und mussten 90 Sekunden in doppelter Unterzahl überstehen. Mit vereinten Kräften und einem starken Vosvrda im Tor gelang das auch und so ging mit dem 1-1 in die Kabine.

Mit diesem Schub des schadlos überstandenen 3 gegen 5 gingen die Wagnerstädter dann ins Schlussdrittel und übernahmen nun relativ deutlich die Spielführung. Hayes auf Seiten der Lausitzer konnte diesmal, evtl. auch körperlich bedingt, dem Spiel nicht so seinen Stempel aufdrücken und die Tigers bekamen Oberwasser. Erste Chancen blieben zwar noch ungenutzt (Lattentreffer Kolozvary) doch in Minute 44 nahm eben Kolozvary einen wiederholt gespielten weiten Pass von Vosvrda auf, zog gekonnt an seinem Gegenspieler vorbei und traf mit der Rückhand zum 2-1.  Die Füchse versuchten zwar zurück ins Spiel zu kommen, doch die Gastgeber blieben Herr im Haus und fingen die meisten Angriffe der Gäste ab bevor sie richtig gefährlich werden konnte, und den Rest regelte der wiederum starke Vosvrda. Die intensive Laufarbeit der Tigers mit häufig frühem „forecheck“, wurde dann in Minute 54 belohnt. Pavlu gewann die Scheibe in der Offensivzone, spielte schnell auf Stas und der direkt weiter auf Luciani, der im Stile eines Torjägers sofort gegen die Bewegungsrichtung des Goalies zum 3-1 einnetzte. Weißwasser nahm nun seine Auszeit doch die Gelb-Schwarzen machten einfach weiter. In Überzahl spielte man Geigenmüller in bewährter Manier im linken Rückraum frei und sein gewaltig geschossener „Onetimer“ schlug unhaltbar zur Vorentscheidung ein. Zwar verkürzte Ranta bei 6 gegen 4 noch auf 4-2 und am Ende gab es auch noch ein paar Auseinadersetzungen mit Spieldauerstrafen für Geiseler und Luciani (ohne größere Folgen wie Sperren für die Spieler), am völlig verdienten Heimsieg änderte sich aber nichts mehr. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zwingt man somit die favorisierten Füchse in ein Entscheidungsspiel.

Weiter geht’s am Dienstag 19.30 Uhr mit dem dann ultimativen Showdown Spiel 7 in der Lausitz.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH