Tigers belohnen sich nicht…

Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers 6:3 (2-1, 1-2, 3-0)

Zuschauer: 2.750 Strafen: W: 14 BT: 12  Powerplay: W: 1/4  BT: 1/5

Weißwasser: Franzreb, Kessler – Kohl, Adam (2) , Mücke, Hoffmann, Kania, Bär, Owens (2) – Boiarchinov (2), Jahnke (2), Neuert, Tegkaev, Schiller, Eriksson , Schmidt (2) , Kuchejda, Ranta, Hayes (2), Götz, Warttig (2)

Bayreuth: Vosvrda (2), Raitums – Gerstung (4), Heider, Neher (2), Linden, Müller,  Potac, Mayer, Pavlu, -S.Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Gams, V.Busch, Stas (2) Gläser, Ontl, Chouinard, Alanov (2)

Tore: 1:0 (7.)  Boiarchinov (Ranta , Hayes ), 1:1 (11.) Alanov (Bartosch, Kolozvary) PP1, 2:1 (13.) Kuchejda (Adam, Mücke) PP1, 3:1 Ranta (Jahnke, Adam) 3:2 (27.) Stas (Alanov, Heider) 3:3 (30.) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary), 4:3 (48.) Ranta (Hayes, Bär), 5:3 (58.) Eriksson (Tegkaev, Mücke), 6:3 (60.) Eriksson (Ranta, Boiarchinov) EN

Mit dem Rückkehrer Chouinard und dem aus Nürnberg zu den Tigers gestoßenen Alanov gingen die Tiger, die ohne den gesperrten Top-Torjäger Luciani auskommen mussten, mit vier kompletten Blöcken an den Start im entscheidenden siebten Spiel der Playdown-Serie gegen die Lausitzer Füchse.

Intensiv und mit viel Laufarbeit gingen die Bayreuther die Partie an und diktierten dabei zum großen Teil die Schlagzahl im ersten Spielabschnitt. Entsprechend überraschend die Führung für die Gastgeber nach sieben Minuten als Ranta mit einem klugen Pass den freistehenden Boiarchinov fand und dieser Vosvrda überwinden konnte. Als der Torschütze kurze Zeit später die Strafbank drückte, gelang dem an diesem Abend sehr präsenten Alanov in Überzahl sofort der Ausgleich als er eine vom Torhüter zurückprallende Scheibe verwerten konnte. Der Ex-Bayreuther Kuchejda machte es seinen früheren Kollegen nur zwei Minuten später gleich und traf in nummerischer Überlegenheit.

Im zweiten Abschnitt bestimmten zunächst die Füchse das Geschehen auf dem Eis und legten nach. Ranta lies sich nicht aufhalten, kam über die linke Seite schnell ins Angriffsdrittel und überwand den Bayreuther Torsteher mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke. Doch auch von diesem erneuten Rückschlag ließen sich die Tigers nicht beeindrucken und übernahmen zusehends das Kommando. Nach schöner Vorarbeit durch Alanov stellte Stas in der 27. Minute den Anschluss her und dieser Treffer wirkte noch einmal wie ein Weckruf.
S. Busch, Alanov und Geigenmüller nahmen nacheinander Maß und beschäftigten Franzreb im Tor der Füchse. Bartosch war es dann in der 30. Spielminute der im Slot lauernd einen Pass von Geigenmüller zum zu diesem Zeitpunkt völlig verdienten Ausgleich ins Tor bugsierte. In der Folge drängten die Mannen um Trainer Waßmiller auf das nächste Tor, scheiterten aber wiederholt am Füchse-Goalie, der schließlich auch das nötige Glück auf seiner Seite hatte. Großes Glück hatten allerdings auch die Tigers nur Sekunden vor der Drittelsirene als Hayes alleine auf Vosvrda zufuhr und die Scheibe nicht im Tor unterbringen konnte.

Im Schlussabschnitt merkte man beiden Teams zunächst an, dass Fehlervermeidung die Devise war. Die Initialzündung für die Gastgeber war nach 48 gespielten Minuten ein Alleingang von Hayes, der die Scheibe aber noch knapp über die Querlatte schoss. Nur kurz darauf traf Ranta mit einem Schuss von der blauen Linie zur erneuten Führung, die von den Schiedsrichtern via Videobeweis (die Tigers reklamierten einen hohen Stock) nachkontrolliert wurde. Bayreuth antwortete mit druckvollem Spiel und kreierte im Anschluss mehrere Chancen – ein Tor sollte für die Wagnerstädter allerdings nicht mehr fallen. Auch ein Penalty, geschossen durch Geigenmüller, brachte keinen Erfolg. Allerdings scheiterte auch Boiarchinov, nur eine halbe Minute zuvor, mit einem Strafschuss an Vosvrda. Nach einem Scheibenverlust an der Bande im eigenen Drittel kam Eriksson urplötzlich frei zum Schuss und traf zum, für die Füchse erlösenden, 5 zu 3 als nur noch zwei Minuten zu spielen waren. Der Schwede in Diensten der Sachsen stellte dann, nachdem die Tigers den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatten, mit einem Schuss ins leere Tor den Endstand her.

Für die Füchse steht nun, nach errungenem Klassenerhalt, die Sommerpause an. Die Tigers treten bereits am Donnerstag im Isarwinkel an. Gegen die Tölzer Löwen, die ihre Serie ebenso nach sieben Spielen gegen den EHC Freiburg verloren haben, geht es nun erneut ein einer „Best-of-seven-Serie“ um den Verbleib in der DEL2.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH