Tigers schlagen sich am Ende selbst…

Tölzer Löwen – Bayreuth Tigers  6:4  (3-3, 3-1, 0-0)

Zuschauer:   Strafen: T: 12 Min  BT:  10 Min Powerplay: T: 1/5  BT: 3/6

Bad Tölz: Rämö, Mechel – Borer, Grabmaier, Kolacny, Reiter, Horschel, Schwarz, Frank, – Edfelder, Strobl, Sedlmayr, Schenkel, Rodman, Endraß (2), Vihko, Kathan, Ehliz, Hörmann, Schlager, Kornelli

Bayreuth: Vosvrda (2), Raitums – Linden, Gerstung, Pavlu, Heider, Neher, Mayer, Potac –  S. Busch, Geigenmüller, Voronov, Kolozvary, Bartosch, Gams, Alanov, V. Busch, Stas (2), Luciani (2), Ontl, Gläser

Tore: 1:0 (7.) Hörmann (Schenkel), 1:1 (10.) Bartosch (Kolozvary, Potac) PP1, 2:1 (14.) Kolacny  (Kornelli) PP1, 2:2 (16.) Bartosch (Luciani, Kolozvary) PP1, 2:3 (18.) Luciani (Alanov, Pavlu), 3:3 Endraß (Srtobl, Edfelder), 4:3 (24.) Strobl (Edfelder, Borer) SH2, 4:4 (24.) Luciani (Bartosch, Geigenmüller) PP2, 5:4 (25.) Edfelder (Sedlmayr) SH1, 6:4 (31.) Sedlmayr (Edfelder, Kolacny)

Nach der deutlichen Niederlage im ersten Spiel dieser Playdown-Serie und dem darauffolgenden Sieg im Tigerkäfig, welcher den Serien-Ausgleich bedeutete, wurde heute bekannt, dass die Tigers für die restlichen Spiele auf Eric Chouinard verzichten werden müssen. Der Außenstürmer, der sich mit einer Bauchmuskelverletzung herumschlägt, kann aufgrund dieser Verletzung derzeit keinen Leistungssport betreiben. Für das heutige Spiel stand dafür wieder Eugen Alanov zur Verfügung.

Mit Engagement und Dampf gingen die Tölzer den ersten Abschnitt an. Schon nach wenigen Sekunden musste Vosvrda zum ersten Mal eingreifen. Und nach drei Minuten versuchte es Kathan ziemlich unbedrängt und wieder war der Torsteher der Tigers der Turm in der Schlacht – ebenso wie nach vier Minuten. Nach einer durch ihn verursachten Strafe und der nächsten Hinausstellung nur Sekunden später agierten die Tölzer zum ersten Mal an diesem Abend mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Das Penalty-Killing der Bayreuther funktionierte jedoch gut und so überstand man diese Situation ohne Gegentreffer. Erst ein kapitaler Abspielfehler in der eigenen Zone musste herhalten, damit die Gastgeber in Führung gehen konnten. Schenkel bedient Hörmann, der sich nicht bitten lässt und trifft. Dieser Treffer gab den Löwen Auftrieb und so generierten sie weitere Chancen durch Kathan, Endraß und Edfelder. Als letztgenannter zum Abkühlen auf die Strafbank musste, ergriff Bartosch die Chance, lies noch zwei Tölzer stehen und traf zum Ausgleich. Nach einer gut überstandenen Druckphase der Gastgeber brachten sich die Tigers erneut selbst in Schwierigkeiten. Wegen spielens mit sechs Feldspielern konnten die Löwen ein Powerplay aufziehen, welches nicht ohne Folgen blieb. Kolacny bedankte sich und schoss erneut die Führung heraus. Aber erneut Bartosch, trat auf den Plan und erneut in Überzahl. Luciani passt die Scheibe schön durch die eigenen Beine auf seinen Kollegen, der zum 2:2 ausglich. Von V. Busch auf die Reise geschickt, war nun Luciani selbst dran, der Rämö zwei Minuten vor der Drittelsirene die Scheibe ins Netzt legte und erstmalig die Führung für die Tigers erzielte. Ein unglückliches Tor – aus Bayreuther Sicht – weil irgendwie über Vosrvda ins Tor geschaufelt gelang Sekunden vor der Pause Endraß zum Ausgleich.

Zwei Unterzahltreffer bringen die Tigers in Bedrängnis

Der zweite Abschnitt der Partie stand unter dem Motto: „Pleiten, Pech und Pannen“ aus Sicht der Tigers. Zunächst versuchte sich Gams, der so gestört wurde, dass sein Gegenüber auf die Strafbank musste und nur kurze Zeit später bekam Stas von Kornelli den Schläger ins Gesicht. Die Folge war 2 + 2 Minuten für den Tölzer Stürmer. Als in diesem Powerplay dann eine Strafe gegen die Tigers angezeigt wurde und die Tölzer einen vierten Feldspieler für Rämö aufs Eis schickten, schlug es tatsächlich im Kasten der Tigers zum 4:3 ein. Weiter im Powerplay war nun Luciani an der Reihe, der 19 Sekunden später egalisieren konnte. Der Wahnsinn war aber noch nicht zu Ende. Weitere 27 Sekunden später gelang den Löwen die erneute Führung – und erneut in nummerischer Unterlegenheit. Allerdings mit großem Glück, eine Hereingabe sprang von Stas` Schlittschuh unglücklich ins Tor. Vosvrda hatte anschließend genug von diesem Abend und quittierte den Dienst. Das 6:4 musste der für ihn eingesprungene Raitums schlucken, der insgesamt jedoch eine sehr gute Partie spielte und keinen weiteren Gegentreffer mehr hinnehmen musste.

 Drei Mal Metall im Schlussabschnitt – die Scheibe will nichts ins Tor…

Im Schlussabschnitt waren es die Tigers, die das Spiel machten. Chancen im Minutentakt brachten jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Potac, Stas, Luciani und Geigenmüller in den ersten zwei gespielten Minuten prüften den Tölzer Schlussmann. Nach einem zwischenzeitlichen Entlastungsangriff durch Strobl, der allein auf Raitums zugelaufen war und die Scheibe über die Querlatte legte waren erneut die Tigers am Zug. Heider visierte den Pfosten an. Kurz darauf fälschte S. Busch einen Schuss von Gerstung an die Latte ab. Jetzt kam die Zeit von Rämö, der seine Farben im Spiel hielt und mit starken Saves den Anschlusstreffer verhindern konnte. Der Finne in Diensten der Tölzer klärte gegen Alanov, mehrfach gegen Neher, Stas und Gams, der aus kurzer Distanz schießen konnte. Dass die Tölzer dann noch einmal die Gelegenheit bekamen mit zwei Mann mehr zu agieren, darf man zumindest hinterfragen, denn die ausgesprochenen Strafen gegen Stas und Bartosch findet man sicher unter der Kategorie „fragwürdig“. Am Ende setzte Bartosch, nach einem schönen Solo, dann noch einmal die Scheibe an den Pfosten.

Schwere Kost – gerade nach dem unglücklichen Schlussabschnitt – und dennoch geht es mit Zuversicht weiter. Am Mittwoch um 20.00 Uhr ist Crunchtime im Tigerkäfig. Die Jungs im Team haben bewiesen, dass sie kämpfen und beißen können und alles dafür tun, den drohenden Abstieg zu vermeiden.

Jetzt erst recht! Zeigt den Jung, dass man auch in schweren Zeiten hinter dem Team steht und unterstützt unserer Mannschaft am Mittwoch nach Kräften!



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH