Punkte am „grünen Tisch“ für SVB-Eishockey-Team



Gastgeber EV Pegnitz 1b setzte Regionalligaspieler ein – Bayreuther verzeichneten insgesamt 47 Strafminuten

Kann die Eishockey-Crew des SV Bayreuth auf Punkte am „grünen Tisch“ hoffen? Das Nachbarderby der Landesliga Nord hatte der SVB bei der 1b-Vertretung des EV Pegnitz unter Protest bestritten, nachdem im einheimischen Team mit Nachwuchsspieler Hofmann ein Akteur aus der Regionalligamannschaft mitwirkte, für den keine Spielberechtigung für die 1b-Vertretung vorlag. Das Nachbarduell endete mit einem leistungsgerechten 2:2 (2:0,0:1,0:1).

Trotzdem hätte der SVB das Derby zu seinen Gunsten entscheiden müssen, wenn die Mannschaft nicht durch unnötige Strafminuten im ersten Drittel gleich durch Tore von Gilligbauer und den nicht spielberechtigten Hofmann mit 0:2 in Rückstand geraten wäre. Wie zerfahren die Gäste begannen, verdeutlichen die insgesamt 23 Strafminuten im ersten Abschnitt, wobei auch Trainer Schiller durch Reklamation zwei Strafminuten erhielt und damit das zweite Tor – bei nur drei SVB-Cracks auf dem Eis – mit auf dem „Gewissen“ hat.
Im zweiten Drittel kam der SV zunächst durch Prell auf 2:1 heran und Plattner erzielte zu Beginn des letzten Durchgangs den Ausgleich. Zum Sieg reichte es jedoch trotz aller Bemühungen nicht mehr, da zahlreiche Chancen nicht genutzt wurden. Bei Pegnitz konnten insbesondere die Routiniers Gilligbauer, Reichel, Hinz und Friedl gefallen, die nie die Übersicht verloren und durch geschickten Aufbau den SVB wiederholt in Verlegenheit brachten. Der erstmals beim SVB eingesetzte Werner Netzsch fügte sich gut in die Mannschaft ein, hatte jedoch mit seinen Torschüssen ebenso wie seine Teamkameraden nicht viel Glück. Schwächster Mannschaftsteil war wiederum die Verteidigung, in der sich lediglich Kahler eine gute Benotung verdiente. Im Gästesturm fehlte es vor allem am Verständnis unter einander. Aber auch in puncto Einsatz lag allerhand im Argen. Man versuchte häufig die Pegnitzer mit zu langatmig vorgetragenen Angriffen zu überlisten. Einen äußerst schwachen Eindruck hinterließ in vorderster Front der frühere Amberger Rieger, während sich Ponnath bei seinem ersten Einsatz mehrmals gut in Szene setzte.
Besonders über eins sollte man sich in der SVB-Crew im klarem sein. Mit insgesamt 47 Strafminuten kann man echte Kraftproben einfach nicht gewinnen. Hervorgerufen wurden diese vielen Strafzeiten aber auch durch ausgesprochen schwache Schiedsrichterleistungen, wobei der gast mehrmals benachteiligt wurde. Trotzdem müssen noch einige Bayreuther Cracks lernen sich auch etwas fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen zu fügen, da sie mit Fehlreaktionen nur der eigenen Mannschaft schaden. Wenn die Verteidiger Schwindl und Benker ständig die Strafbank drücken müssen, darf man sich nicht wundern, wenn die Deckung immer wieder ins Schwimmen gerät.

Schweinfurt nun ärgster Rivale

Im Verfolgerduell der Landesliga-Nord besiegte der ERV Schweinfurt in Selb den EC Erkersreuth mit 7:5. Damit sind die Unterfranken die schärfsten Meisterschaftsrivalen der Bayreuther geworden. Am 8.Januar hat der SVB in Schweinfurt anzutreten.
 

Zuschauer: ?

Strafen: EVP: 10 Min    BT: 47 Min


SVB: Käs (Stark) – Kahler, Benker, Thummerer, Schwindl – Schneider, Och, Rieger, Plattner, Müller, Pondor, Prell, Ponnath, Netzsch

Tore: 1-0 (3) Gilligbauer (Hofmann); 2-0 (9) Hofmann (Gilligbauer); 2-1 (25) Prell; 2-2 (45) Plattner
 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth