Nordbayrischer Kurier, 19. Dezember 1994

140 Strafminuten gegen ESVB

Bayreuther fühlten sich beim 3:6 in Mitterteich verschaukelt

Nach neun Siegen in Serie kassierte der Spitzenreiter der Eishockey-Bezirksliga, ESV Bayreuth, seine erste Saisonniederlage. Beim 3:6 (0:1, 2:2, 1:3) in Mitterteich fühlten sich die Gäste von den Schiedsrichtern verschaukelt, die 140 Strafminuten gegen den ESVB verhängt hatten.

Im gesamten Treffen standen die Wagnerstädter lediglich fünf Minuten komplett auf dem Eis, ansonsten hatten sie sich in Unterzahl zu erwehren. Unter diesen Umständen waren sie letztlich chancenlos. Alle Treffer der Mitterteicher fielen vor 650 Zuschauern in Überzahl.

Die Gäste monierten den unterschiedlichen Maßstab, den das Schiedsrichterduo Köhler - Robers (Weißenstadt/Hof) anlegte. Während Kleinigkeiten und Nachfragen der Bayreuther bei den Unparteiischen konsequent mit Strafzeiten geahndet wurden, blieb Mitterteich davon verschont. Die Gastgeber verzeichneten lediglich acht Strafminuten. Dafür mußten, die Gästeakteure Weingran, Staib und Spielertrainer F. X. Müller vorzeitig in die Kabine.

Tore für Mitterteich: Parkmann (2), Schmeißner, Gärtner, Lache (je 1) für Bayreuth: H. Zimmermann, Kehler, F. X. Müller (je 1);

Strafminuten: Mitterteich (8), ESVB 40 plus je 10 gegen Kala, Schwindl und Kehler, plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Weingran, plus 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Staib (wegen Stockstichs), plus 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen F. X. Müller (wegen Stockschlags);

Zuschauer: 650.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth