Nordbayrischer Kurier, 20. März 1995

Vorsprung reichte ESVB-Team nicht

Der 5-Tore-Vorsprung aus dem 11:6-Heimsieg am Freitagabend reichte nicht zur Erringung der Bayerischen Bezirksliga-Meisterschaft. Im Finalrückspiel beim EHC Memmingen unterlag das Eishockeyteam des ESV Bayreuth am Samstagabend vor über 2000 Zuschauern mit 2:8(0:3, 1:2, 1:3), wobei den Allgäuern der entscheidende Treffer 34 Sekunden vor Schluß gelang.

Mit einem Weitschuß hatte der überragende Kanadier im EHC-Trikot, Gabriele, den ESVB-Schlußmann Ciccarelli sichtlich überrascht. Pech; daß sich der Torhüter diesen Treffer ankreiden lassen mußte, nachdem er vor allem im ersten Drittel als Rückhalt geglänzt und einen weitaus höheren Rückstand der Gäste verhindert hatte. Negativ wirkte sich beim Gast das Fehlen des angeschlagenen Schwindl aus, während Verteidiger Horstmann nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe nach der Schlußsirene des Hinspieles nicht eingesetzt werden durfte. Erst im zweiten Abschnitt konnten sich die Oberfranken etwas aus der Umklammerung lösen. Schneider traf in der 29. Minute zum 1:4-Zwischenstand.

Mazuryk verletzt

Als Weingran in der 48. Minute das 2:5 erzielte, schienen Bayreuths Chancen noch gut, doch hatte sich ESVB-Stürmer Mazuryk nach einem Stockfoul von Oexle schwer verletzt. Er ,,verschluckte" dabei die Zunge und schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr. Der Bayreuther mußte auf der Eisfläche notbeatmet und anschließend mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus transportiert werden. Auf neu aufbereitetem Eis beeindruckte Memmingen mit einem Kraftakt im Endspurt und schaffte den nicht unverdienten Titelgewinn, wobei der dreifache Torschütze M. Hammerle und Gabriele (2) am besten gefielen.

Strafminuten: 24 plus 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Oexle, plus 10 gegen M. Hammerle, Bayreuth 28 plus 10 gegen Weingran.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH