Nordbayrischer Kurier 15. März 1996

ESVB-Team kampflos im Bayernkrug-Finale

Der ESV Bayreuth hat nur mit einem Halbfinalsieg gegen den TSV Waldkirchen das Endspiel um den Eishockey-Bayernkrug erreicht und trifft am 30./31. März in Hin- und Rückspielen auf den EC Höchstadt, der im Landesliga-Titelrennen hinter Bayreuth Rang zwei eingenommen hatte. Nachdem 19:2-Erfolg der Horak-Schützlinge am letzten Sonntag bei den Niederbayern verzichtete Waldkirchen auf das fällige Rückspiel in Bayreuth, das eigentlich für Sonntag vorgesehen war. Die Begründung der Niederbayern beim Bayerischen Eissport-Verband: Derzeit stehe keine spielfähige Mannschaft zur Verfügung. Der Verband wertete die Partie mit 5:0 Toren für den ESVB, der in diesem Fall einen vom Verband vorgesehenen Kostenausfall zu erwarten hat.

,,Damit haben wir am Wochenende keinen Gegner und sind spielfrei", ärgerte sich ES VB -Geschäftsführer Thomas Bednarek, der vergeblich in Höchstadt anklopfte, um das Finale möglicherweise auf dieses Wochenende vorzuziehen. ,,Für Höchstadt kam dieser Termin aber offenbar zu kurzfristig," meinte der Geschäftsführer, der auch von anderen Vereinen Absagen erhielt. Das zum Saisson-Abschluß vorgesehene Larin-Ablösespiel gegen DEL-Klub Kassel kann ebenfalls nicht über die Bühne gehen, weil die Nordhessen unter der Regie von Trainer Hans Zach noch Play-off-Halbfinalchancen haben.

Somit sind die Bayreuther nur in der Beobachterrolle, wenn sich am Sonntag die Bayernliga-Aufstiegsrivalen EV Dingolfing und EHC Memmingen gegenüberstehen. Memmingen ist dann am Freitag, dem 22. Februar Gast in Bayreuth.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth