Nordbayrischer Kurier 26. Oktober 1996

Start mit Kantersieg

Bayernliga-Neuling ESVB überraschte mit 9:1 in Lechbruck

 

Für einen Paukenschlag sorgte Neuling ESV Bayreuth zum Auftakt der Eishockey-Bayernliga West: Der 9:1 (4:0, 3:0, 2:1)-Sieg beim letztjährigen Vizemeister ERC Lechbruck fiel in dieser Höhe unerwartet deutlich aus. Mit diesem Ergebnis rührten die Wagnerstädter kräftig die Reklametrommel für die Heimpremiere am morgigen Sonntag um 18.30 Uhr gegen den Ex-Zweitligisten EA Schongau im Städtischen Kunsteisstadion.

 

Die Bayreuther benötigten eine gewisse Anlaufphase bis sie das Geschehen in Griff bekamen. Sie hatten zunächst Probleme mit der forschen und harten Gangart der Lechbrucker, die allerdings von der ESVB-Deckung in letzter Konsequenz gut abgeschirmt wurden.

 

Die Chance zur Bayreuther Führung bot sich dem Stürmerduo Schwindl-Ponitz in der 7. Minute, ehe in der 10. Minute der Kanadier McKinley den ESVB-Torreigen nach feiner Kombination eröffnete. Auch beim 2:0 in der 12. Minute leisteten Weingran und H. Bärnreuther die geschickte Vorlage für den kanadischen Sturmtank, ehe die Einheimischen in der 13. Minute nur den Pfosten (Meth) trafen. Die Gäste setzten weiterhin die spielerischen Akzente und wirkten im Abschluß clever, wobei Schwindls Einsatz mit dem 3:0 (17.) belohnt wurde.

 

Mit einer blitzschnellen Aktion in Überzahl gelang in der 19. Minute das 4:0, als Torwart Habnitt und McKinley den torgefährlichen Schwindl bedienten.

 

Die ersten Chancen im zweiten Abschnitt verzeichneten die Allgäuer, die in der 21. und 22. Minute zweimal am zuverlässigen ESVB-Schlußmann Habnitt scheiterten. Zahlreiche Strafzeiten hemmten zwar den Spielfluß, doch auch in Unterzahl zeigte Aufsteiger Bayreuth Übersicht und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Eine Musterkombination der auffällig agierenden ersten Sturmreihe (McKinley, Weingran, H. Bärnreuther) führte in der 27. Minute durch Torjäger McKinley zum 5:0. Vor dem 6:0 des Kanadiers (29.) ließ Herberholz nach einem Schwindl-Paß eine zwingende Möglichkeit ungenutzt verstreichen. Eine kritische Situation meisterte TW Habnitt in der 32. Minute, als er gegen den durchgebrochen ERC-Kanadier Meth rettete. Mit einem Alleingang in Bayreuther Unterzahl markierte Schwindl das 7:0 (38.).

 

Im abwechslungsreichen Schlußdrittel gelang Lechbruck, das ingesamt unter Wert bezwungen wurde, in der 41. Minute das erste Tor. Bei weiteren Chancen scheiterte der ERC allerdings am starken TW Habnitt. In der 52. Minute traf Schwindl wie McKinley ebenfalls zum vierten Mal. Den Schlußpunkt zum 9:1 setzte Schneider.

 

Tore: 0:1 (10.) McKinley (H. Bärnreuther, Weingran), 0:2 McKinley (H. Bärnreuther, Weingran), 0:3 (17.) Schwindl (Ponitz, Doll), 0:4 (19.) Schwindl (McKinley, Habnitt 4 gegen 3), 0:5 (27.) McKinley (Weingran, H. Bärnreuther), 0:6 (29.) McKinley (H. Bärnreuther), 0:7 (39.) Schwindl (Alleingang 4 gegen 5), 1:7 (41.) Würkert (Meth 5 gegen 3) 1:8 (52.) Schwindl (Barnet), 1:9 (57.) Schneider (Mazuryk);

Strafminuten: Lechbruck 22 plus 10 gegen Meth (Reklamieren), Bayreuth 22,

Zuschauer: 250.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth