Saison 1976 / 1977 Kunsteislandesliga Nord


1975 erweckt der Bau des Schwimmbades mit dem dazugehörigen Eisstadion Bayreuth aus dem Dornröschen-Schlaf nach 13 Jahren ohne Eishockey.

Bei einer großen Eröffnungsgala am 22. Dezember 1975 wird das Eisstadion eröffnet. Das erste Spiel allerdings bestreitet nicht eine Bayreuther Mannschaft (die es ja zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab) sondern Bad Tölz gegen Innsbruck, das die Tölzer mit 7:2 vor 1.000 Zuschauern im neuen Stadion gewannen.

Das damalige Fassungsvermögen des Städischen Eisstadions wird offiziell mit 2.500 Besuchern angegeben.

Oberbürgermeister Hans Walter Wild ist nach der Gala überzeugt, daß Bayreuth selbst eine gute Eishockey-Truppe braucht die im Eisstadion heimisch wird. Bei einer Versammlung im Kolpinghaus kommt es am 6. Februar 1976 zur Gründung der Eishockey-Abteilung beim Schwimmverein.

Die Entscheidung des Vorstandes des Schwimmverein zur Gründnung einer Eishockeyabteilung ist keine der großen Begeisterung, sondern vorerst das Bestreben das neue Kunsteisstadion mit Leben zu erfüllen.
EHC Bayreuth SV Bayreuth ESV Bayreuth Tigers Eishockey

Bereits 7 Wochen später, am 21.März 1976 bestreitet der neugegründete SVB sein erstes Freundschaftsspiel gegen den damaligen höherklassigen Bayernligisten ERV Schweinfurt. 550 Zuschauer sehen zwar eine 6:8 Niederlage des von Heinz Ebeling als "Captain" angeführten Teams, dennoch herrscht hellaufe Begeisterung. Die SVB-Anfangsmannschaft ist nicht gerade die jüngste, denn einige der alten Recken aus den 60er Jahren stellen sich zur Verfügung, nach über 13 Jahren Eishockey-Abstinenz. Oberbürgermeister Wild kommentiert nach dem Spiel :" Ein erfreulicher Anfang. In zwei Jahren könnte die Sache ganz anders aussehen, wenn einige Jüngere nachkommen." Die "neue" Sportart wird allerdings von den großen Bayreuther Vereinen Fußball und Basketball eher belächelt, denn die Ausrüstung stammt noch aus der alten Zeit, und etliche Spieler werden aus Nachbarstädten nach Bayreuth geholt. Das sollte sich bald ändern...    

Erster Trainer wird Fritz Schiller, der vorher in Selb tätig war.

Am 12. November 1976 startet die Punkterunde in der Kunsteislandesliga gegen den EC Erkersreuth. 500 Zuschauer erleben einen 7:3 Sieg der Bayreuther, und den ersten ausländischen Spieler gibt es auch schon: Den amerikanischen Leutnant John Fiedler. Der Rest der Mannschaft besteht sonst nur aus Spielern der Region. Bayreuths Trainer Fritz Schilling strahlt nach dem ersten Punktspiel: "Für den Anfang bin ich hoch zufrieden. Meine Schützlinge haben sich strikt an das Konzept gehalten. Nun gilt es diese Richtung kontinuierlich weiter aufzubauen. Es gibt noch viel zu tun".

Die ersten beiden Saisonspiele müssen ohne den erkrankten Amerikaner John Fiedler absolviert werden. Nachdem auch noch Plattner und Ponnath verletzt ausfallen, stellt sich Heinz Ebeling, der eigentlich schon seinen Rücktritt erklärt hat, der Mannschaft zur Verfügung.

Am 11.Dezember kommen die Bayreuther aufgrund des schlechten Wetters mit 1 Stunde Verspätung in Schweinfurt an und müssen ohne Vorbereitung sofort aufs Eis. Am Ende gewinnen die Bayreuther die Partie aber mit 10:4. Der Norbayerische Kurier titelt daraufhin "Das bisher beste Spiel".

Das Spiel am 25.Februar beim ESC Dorfen muss bei strömenden Regen ausgetragen werden. Dennoch holen die Bayreuther ihren ersten Auswärtssieg in der Aufstiegsrunde.

Auf Anhieb wird man in der Premieren-Saison Vizemeister hinter dem ERC Ingolstadt und verpaßt in den anschließenden Aufstiegsspielen nur knapp den Aufstieg.

Zwar wird man in der Gruppenphase letzter, doch in den Platzierungsspielen entscheidet man alle Spiele für sich (wobei das Spiel gegen Höhenkirchen doppelt gewertet wurde, da man sich darauf einigte kein Rückspiel auszutragen) und belegt den undankbaren 5 Platz, die ersten vier wären für den Aufstieg berechtigt gewesen.

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