SVB – ERC Ingolstadt (OL) 6:9 

 

Echter Vorgeschmack

SVB- Eishockeyteam Ingolstadt spielerisch klar unterlegen

 

Zwei Wochen vor dem Punktspielstart bekam Oberliga- Neuling SV Bayreuth einen echten Vorgeschmack auf die künftige Verbandsrunde vermittelt. Vor rund 2000 Zuschauern wurden dem letztjährigen Regionalliga- Meister im heimischen Kunsteisstadion vom künftigen Klassenkameraden ERC Ingolstadt im spielerischer Hinsicht die Grenzen aufgezeigt. Die ausgeglichener besetzten routinierter wirkenden Donaustädter setzten sich- wie bereits gemeldet – verdient mit 9:6 (2:0, 2:4, 5:2) Toren durch.

 

Der letzte Härtetest vor einigem Anhang war in zweierlei Hinsicht äußerst lehrreich. Die Bayreuther Spieler dürfen inzwischen erkannt haben, dass für sie die Bäume in der künftigen Liga nicht in den Himmel wachsen. Auch das in den letzten Jahren erfolgsverwöhnte Publikum wird seine Erwartungen erheblich zurückstecken müssen. Träume von einem Spitzenplatz sollte man schleunigst acta legen.

Das neuformierte SVB- Team hat in den kommenden Wochen noch allerhand an sich zu arbeiten. Vor allem in puncto Harmonie krankte es mitunter an allen Ecken und Enden, wenngleich die Gastgeber im zweiten Drittel durchaus akzeptable Ansätze zeigten Dennoch überwogen die Einzelaktionen. Unbedingt verbesserungsbedürftig ist vor allem das Abspiel. Die Bayreuther konnten ihrerseits von Glück reden, dass die Ingolstädter nur aus relativ wenigen Missverständnissen Kapital zu schlagen vermochten. Mehrere Gelegenheiten wurden von den Ingolstädtern freistehend versiebt.

Auch bei den Bayreuthern blieb die Chancenausbeute recht dürftig. Endres

Markierte zwar zwei spektakuläre Treffer, als er jeweils aus spitzem Winkeln genau Maß nahm, doch vergab er andererseits fast ein halbes Dutzend sogenannter hundertprozentiger Gelegenheit. Überhaupt blieb die erste Sturmformation (Endres, Langlois, L. Schmid) unter ihren Möglichkeiten. Langlois hatte sichtliche Anpassungsschwierigkeiten, während L. Schmid noch weit von seiner Vorjahresform entfernt ist.

Über weite Strecken zusammenhanglos operierten die zweite und dritte Angriffsformation. Lediglich Holzner vermochte sich phasenweise in Szene zu setzen. Die Neuzugänge Regensburger und Fesselmaier müssen sich auf alle Fälle noch erheblich steigern, wollen sie die hochgesteckten Erwartungen erfüllen.

Obwohl auf dem Eis mitunter eine spielerische Ordnung vermisst wurde, verdienten sich die Oberfranken in Sachen Disziplin ein Gesamtlob. Sie ließen sich nicht überharten Attacken hinreißen. Als die Ingolstädter im zweiten Drittel fleißig Strafminuten in Serie „sammelten“, konterten sie auf sportlicher Weise einen 0:2- bzw. 1:3- Rückstand münzten sie in eine 4:3- Führung um.

Mit Torhüter Koch der wiederholt mit Prachtparaden glänzte sowie dem umsichtigen Verteidiger Campbell hatten die Bayreuther ihre besten Akteure in der Deckung. Auch Brunnen und Pilzer erwiesen sich als Verstärkung in der Abwehr in der es allerdings nicht selten Verständigungsschwierigkeiten gab.

Drei Ausländer waren die Erfolgsgarantie der Ingolstädter der Exit- Tscheche Tuma sowie die beiden spielstarken Kanadier Grenier und Tessier. Der Gast der bereits einige Wochen länger in der Vorbereitung steht, wirkte mannschaftlich wesentlich geschlossener.

 

SV Bayreuth: Tor: Koch,

Abwehr: Campbell, Buman, Pilzer, Roßling

Sturm: L. Schmid, Langlois, Endres, Regensburger, W. Schmid, Holzner, Wilhelm, Feselmayer, Sobeck.

ERC Ingolstadt: Tor: Haider

Abwehr: Tessier, Huber, Kl. Haider, Tuma

Sturm: Friedl, Kletter, Retzer, John, Grenier, Wenzel, Schirrmacher, Seitz, Peschmann.

Tore: 0:1 Schirrmacher (10.), 0:2 Kl. Haider (12. Pass Tuma), 1:2 Langlois (22. Nachschuss), 1:3 Tuma (27. Alleingang), 2:3 Bumann (33. Weitschuss), 3:3 W. Schmid (34. Weitschuss), 4:3 Endres (39. Vorlage L. Schmid), 4:4 Tessier (40. Passvorlage Gressier), 4:5 Tuma (4. Zuspiel Gressier), 4.6 Gressier (46. Pass Tuma), 5:6 Endres (46. Vorlage Langlois), 5:7 Kletter (47. Zuspiel John), 5:8 Gressier (52. Pass Tuma), 6:8 Holzner (53. Vorlage Campbell), 6:9 Gressier (56. Alleingang).

Strafminuten: SVB (10), ERC (22).

Schiedsrichter: Müller (Selb), Radosai (Landshut)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH