SVB – TuS Geretsried 9:4 

 

SVB- Eishockey- Fans in Hochstimmung

 

Deutlicher 9:4- Erfolg über Oberliga- Titelanwärter TuS Geretsried / 4:0- Vorsprung nach Blitzstart / 3400 Zuschauer

 

Oberliga- Neuling SV Bayreuth hat die beiden Niederlagen vom letzten Wochenende verkraftet. Das einheimische Eishockey- Team präsentierte sich gestern vor rund 3400 Zuschauern im heimischen Kunsteisstadion wieder in ansprechender Verfassung und zwang Titelanwärter TuS Geretsried unerwartet deutlich, wenngleich in dieser Höhe völlig verdient, mit 9:4 (4:1, 1:1, 4:2)- Toren in die Knie. Die SVB- Fans hatten erneut Grund zum Jubeln. Mit TSV Peißenberg gibt am kommenden Sonntag um 18 Uhr ein weiterer Titelaspirant seine Visitenkarte im Bayreuther Kunsteisstadion ab.

 

Den Grundstein zum Erfolg legten die Bayreuther im ersten Drittel. Während die Gäste zunächst kaum eine Gelegenheit ausließen, um „fleißig Strafminuten zu sammeln“, präsentierte der einheimische Neuling dafür die Quittung. Die 1:0 Führung durch einen Schlagschuss von Endres nach 68 Sekunden wurde bis zur elften Minute in einen 4:0- Vorsprung umgewandelt. Nicht nur beim vierten Treffer (Torschütze Bumann mit einem Schlagschuss) profitierten die Oberfranken von Missverständnissen in der Gästedeckung, in der Torhüter Dranger nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Erst danach besannen sich die Oberbayern auf ihre spielerischen Qualitäten, wobei sie vor allem bei zahlenmäßiger Überlegenheit bessere Ansätze eines Powerplays erkennen ließen als die Bayreuther, die in diesem Punkt auf alle Fälle noch Nachholbedarf haben.

Dass der Sieg, der Gastgeber dennoch in keiner Phase gefährdet wurde, lag in erster Linie an SVB- Torhüter Koch, sowie an der mangelhaften Chancenverwertung der Gäste. Bayreuths Keepers erwies sich wiederum als sicherer Rückhalt, wobei er speziell bei Weitschüssen seine Fangkünste unter Beweis stellte. Sonderbeifall erntete er in der 19. Minute, als er ein Break von Müller vereitelte und Sekundenbruchteile später den Nachschuss von Jäger entschärfte. Eine tolle Leistung! Müller hatte bei diesem Konter aus einem kapitalen Abspielfehler Holzners profitierten.

Das letzte Drittel erinnert an die SVB- Erfolgsserie der letztjährigen Regionalligasaison. Die Einheimischen vermochten nach einem 5:3- Zwischenstand ihre konditionellen Vorteile entscheidend in die Waagschale zu werfen und versetzten Geretsried mit kraftvollen Einzelaktionen bestand. Der Beweis: Die meisten Tore resultierten aus Welt- bzw. Nachschüssen. Sinnvolles Aufbauspiel hatte über weite Strecken Seltenheitswert. Trotz der überraschend hohen Trefferausbeute vermochte sich Torjäger Langlois nicht in die Torschützenliste einzutragen. Der Kanadier war grippegeschwächt ins Spiel gegangen und konnte daher nur weinige seiner bekannt kraftvollen Sololäufe starten. Eine gute Fleißnote verdiente sich wiederum der eifrig rackernde Holzner, der in der 32. Minute nach einer Drangperiode der Oberbayern das psychologisch wichtige 5:2 markierte. Obwohl auch Regensburger einmal ins Schwarze traf, ließ er die notwendige Durchschlagskraft vermissen.

Zumindest läuferisch war die zweite Sturmreihe mit L. Schmid, Endres und W. Schmid bemüht, ein Leistungsgefälle zu verwischen. Eine Disziplinarstrafe handelte sich W. Schmid für ein absichtliches Foulspiel ein. Muss das sein? Durch den Einsatz von Trainer G. Schmid gewann vor allem die dritte Angriffsformation (Feselmayer, Bumann und G. Schmid) an Wirkung.

Positiv ist in der mitunter recht anfälligen SVB- Deckung der Leistungsanstieg von Youngster Sobek zu registrieren. Sein Weitschuss zum 3:0 (Sobeks erster Treffer in einem Punktspiel) durfte vermutlich weiteren Auftrieb geben. Pilzer präsentierte sich in gewohnt starker Verfassung und verriet vor allem in heiklen Situatuionen Übersicht. Der zuletzt formschwache Campbell zeigte aufsteigende Tendenz. Rößling hatte in den beiden ersten Spielabschnitten seine besten Szenen.

TuS Geretsried vermochte die Erwartungen als Aufstiegskandidat nicht zu erfüllen. Ex- Nationalspieler Rothkirch erwies sich zwar als kluger Abwehrchef, doch leistete er sich zahlreiche Fouls, die letztlich auch zu Zeitstrafen führten. Schmerzlich vermisst wurde in er TuS- Deckung der bundesligaerfahrenen Feierabend, der nach einem Mittelhandknochenbruch vorerst auf Eis liegt. Eine ausgezeichnete Leistung ist dem Schiedsrichtergespann Dietl, Frey (Landshut) zu attestieren. Die Unparteiischen griffen konsequent durch und ließen daher keine Hektik aufkommen.

Tore: 1:0 Endres, Schlagschuss (2.), 2:0 Pilzer, Weitschuss (9.), 3:0 Sobeck, Weitschuss (11.), 4:0 Bumann, Schlagschuss (11.), 4:1 Eimansberg (19.), 4:2 Herb. Miethig, Pass Garcia (28.), 5:2 Holzner, Vorlage Langlois (32.), 5:3 Müller, Pass herb. Miethig (48.), 6:3 Regensburger, Vorlage Langlois (50.), 7:3 W. Schmid, Zuspiel L. Schmid (51.), 8:3 Pilzer, Weitschuss (53.), 8:4 Pohl, Nachschuss (54.), 9:4 Feselmayer (59.).

Schiedsrichter: Dietel, Frey (beide Landshut)

Zuschauer: 3400

Strafminuten: SVB (21 + 10 Minuten Disziplinarstrafe für W. Schmid), Geretsried (26 + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Herb. Miethig



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH