Schwache Gästetorhüter

 

EC Peiting – SV Bayreuth 11:3 (6:1, 2:1, 3:1)

 

Bayreuths Torhüter hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Koch und Knetsch sind mindestens sechs Gegentore anzulasten, die haltbar schienen. Torhüter- und Abwehrschwächen der Gäste waren bereits im ersten Drittel unübersehbar geblieben. Zwar vermochte Endres den raschen Führungstreffer (nach 32 Sekunden) der ausgeglichen besetzten Peitinger in der vierten Minute zu egalisieren, doch dann ging er bis zur 18. Minute (1:6). Schlag auf Schlag. Nach dem 1:3- Rückstand wurde Torhüter Koch von Knetsch abgelöst. Die von den SVB- Verantwortlichen erhoffte Wende blieb jedoch aus. Nach abermals vermeidbaren Gegentreffern entschloss sich Trainer G. Schmid im zweiten Drittel wieder Torhüter Koch auf das Eis zu schicken.

Als die Oberfranken bereits nach 24 Minuten mit 1:8 im Hintertreffen lagen, schien sich ein schlimmes Debakel abzuzeichnen. Doch dann vermochte sich die SVB- Crew etwas zu steigern. Vor allem die Deckung wirkte nicht mehr so konfus wie im ersten Abschnitt. Lediglich Pilzer konnte die Erwartungen erfüllen. Wiederum unter Normalform stellte sich Campbell vor, der ebenso wenig Übersicht zeigte, wie der in die Abwehr beorderte Bumann.

Auch die Deckungsarbeit der SVB- Stürmer ließ allerhand zu wünschen übrig. Peitings Verteidiger wurden wiederholt nicht energisch genug abgeblockt, so dass die anfällige Gästeabwehr keinerlei Entlastung fand. Nach Regensburgers Resultatsverbesserung zum 2:8 vermochte sich der Aufsteiger spielerisch etwas besser in Szene zu setzen. Gute Chancen der Nordbayern machte jedoch der fehlerfrei haltende bundesligaerfahrene EC- Torhüter Wimberger gekonnt zunichte. Über weite Strecken verzettelten sich die SVB- Sturmreihen in Einzelaktionen. Torjäger Langlois wurde wiederum energisch abgeblockt und kam daher nicht wie gewohnt zum Zuge.

Umstellungen mussten die Gäste im letzten Drittel vornehmen, als W. Schmid nach einem Disput mit Trainer G. Schmid vorzeitig in die Kabine geschickt wurde. „Wenn Wolfgang sich nicht zu beherrschen lernt, dann schadet er seiner Mannschaft mehr als er nutzt.“ Kommentierte SVB- Abteilungsleiter Alfred Zapf diesen Vorfall vorsichtig. Einen besseren Einstand hatte sich sicherlich Neuzugang Pfleger vorgestellt. Der Ex- Augsburger, der in der dritten Sturmreihe zum Einsatz gekommen war, vermochte nur schwer Fuß zu fassen.

Neben Torhüter Wimberger, der in der 19. Minute bei einem Penalty von L. Schmid nicht überlitstet werden konnte, zahlten die beiden Kanadier Heisler und Warner zu den Besten.

Tore: 1:0 Heisler (1.), 1:1 Endres, Vorlage L. Schmid (4.), 2:1 Warner (6.), 3:1 Ego (7.), 4:1 Wimmer (11.), 5:1 Scholz (15.), 6:1 Magg (18.), 7:1 Heisler (21.), 8:1 Habermann (24.), 8:2 Regensburger, Vorlage, Langlois (25.), 9:2 Hoch (49.), 10:2 Warner (52.), 10:3 Endres, Zuspiel Langlois (53.), 11:3 Wimmer (56.).

Strafminuten: Peiting (12); SVB 8 + 10 Min. Disziplinarstrafe für Holzner):

Zuschauer: 350



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH