Guter Bayreuther Heimauftakt endet unglücklich ohne Zähler

Bayreuth Tigers – Bietigheim Steelers 2:3   (1-1;1-1;0-1)

Zuschauer:1688  Strafen: BT: 12 Min B: 10 Min Powerplay: BT: 0/5 B: 1/6

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr, Martens (2), Veisert, M.Heider, Linden (4) – Rajala, S.Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Bosas (2), Kronawitter, Heatley (2), Kunz, Gläser (2)

Bietigheim: Sharipov, Martinovic – Prommersberger, Hüfner (2), Corrin, Steingroß, Grosse, Goc –  Lukes, Hauner, Sommerfeld (4), Zientek, Preibisch, McKnight (2), Kuqi, Wenzel, Weller (2), Swinnen, McNeely, Cabana

Tore: 1:0 (2) Järvaläinen (Heatley, Heider); 1:1 (6) Cabana (Zientek, Lukes); 2:1 (26) Corrin (Hauner, McNeely); 2:2 (27) Richter (Busch, Heatley); 2:3 (50) 5-4 McKnight (Sommerfeld, Weller)

Das erste Hauptrunden-Heimspiel der neuen Saison begannen die Hausherren trotz einiger weiterer krankheitsbedingter Ausfälle sehr engagiert und versuchten vom Bully weg die Initiative zu ergreifen. Befeuert wurde das noch durch die frühe Führung von Järveläinen, der etwas Unordnung im Zentrum der Gäste nach einem abgeprallten Heider-Schuss trocken und platziert ausnutzte. Der amtierende Meister zeigte sich davon aber nicht geschockt und startete eigene Angriffe, so dass sich ein sehr unterhaltsames, flottes Spiel auf wirklich gutem DEL2 Niveau entwickelte. Ein Trickschuss der vielleicht auch mehr ein Pass in den Slot von Cabana aus der Ecke hinter der Grundlinie sein sollte, ergab den Ausgleich. Der Steelersstürmer schoss Jaeger aus diesem eher schlechten Winkel im Bayreuther Gehäuse so an, dass die Scheibe hinter die Torlinie prallte. Auch danach gab es noch gute Chancen auf beiden Seiten mit hohem Tempo herausgespielt bei denen aber die starken Goalies jeweils die Oberhand behielten.

Auch im zweiten Abschnitt blieb das Niveau und die Geschwindigkeit relativ hoch. Bietigheim kurbelte an und Bayreuth wehrte sich nach Kräften. Erste klare Chancen für beide Teams parierten wieder die Torhüter, bis der sehr auffällige Corrin seine Farben in Führung brachte. Eine Druckphase der Gäste hinterließ etwas Chaos in der Abwehrzone der Oberfranken und der Verteidiger-Neuzugang traf aus kurzer Entfernung. Eine gute Minute später hatten die Wagnerstädter aber eine Antwort parat. Flüssig kombinierte man sich durch die Mittelzone bis Sebastian Busch mit einem klasse Rückpass den mitgelaufenen Richter vor dem Tor fand und in vollem „Speed“ traf der zum Ausgleich. Weitere Möglichkeiten gab es noch hüben wie drüben in dieser weiter sehr attraktiven Partie, aber es blieb beim 2-2 bis zur zweiten Pause.

Es war weiter kein großer Unterschied zwischen Spitzenteam und heimischen Underdog zu erkennen, so dass es ein schön anzuschauender Kampf auf Augenhöhe blieb, in dem beide Mannschaften sich Chancen erspielten. Einige Überzahlspiele blieben von den Gelb-Schwarzen ungenutzt, davon sogar 30 Sekunden im 5 gegen 3 und bei eigentlich tollen Schusschancen zielte man nicht gut genug. So schaukelte sich die Spannung weiter hoch. Im Powerplay auf der anderen Seite gelangte die Scheibe dann unglücklich aus Sicht der Heimmannschaft auf eher ungewöhnlichem Weg unkontrolliert vor die Füße von McKnight und der Vorjahrestopscorer der Steelers nutzte diese unverhoffte Gelegenheit sofort zum 2-3. Doch auch damit war noch nichts entschieden, weil z.B. der quirlige Järveläinen bei Unterzahl zu einem Break ansetzte, bei dem er gefoult wurde. Den fälligen Penalty brachte er dann aber genauso wenig an Sharipov vorbei, wie beim letzten anrennen in der Schlussphase seine Kollegen bei 90 Sekunden ohne Torwart mit sechstem Feldspieler. So blieb unter dem Strich eine unglückliche Niederlage zum Heimauftakt für couragierte Tigers gegen einen starken Meisterschaftsfavoriten, der mit seiner individuellen Klasse auch phasenweise zeigte warum er von vielen auch heuer wieder im Vorderfeld der Liga erwartet wird.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH