Tigers brechen nach 3-0 Führung ein

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse  4:6 (3-0;0-2;1-4)

Zuschauer:1589

Strafen: Bayreuth: 4 Min, Weisswasser: 8 Min

Powerplay: Bayreuth: ¼, Weisswasser: 0/2

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr (2), Martens, Veisert, M.Heider, Walz, Linden, Nijenhuis – Rajala, S.Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Richter, Bosas, Kronawitter, Heatley, Kunz, Gläser (2)

 Lausitzer Füchse: Schmidt, Kessler (ab 21.) – Geiseler, Adam (2), Kania, Bär, Monteith, Granz, Owens – Boiarchinov (2), Jahnke, Saviano, Hessler, Reichel, George, Eriksson, Schiemenz, Kuchejda, Breitkreuz (2), Hayes, Dietz  +2

Tore: 1:0 (9) Heider (Heatley, Richter); 2:0 (13) 4-5 Bosas (Mayr, Heatley); 3:0 (18) Bartosch (Kolozvary, Linden); 3:1 (28) Kuchejda (Jahnke); 3:2 (38) Hayes (Owens); 3:3 (41) George (Pen); 3:4 (45) Saviano (Breitkreuz, Eriksson); 4:4 (52) 5-4 Linden (Bartosch, Kolozvary); 4:5 (52) Boiarchinov (Hayes, Adam); 4:6 (59) 5-6  Breitkreuz (Owens, Eriksson)

Dieses Heimspiel gingen die Oberfranken bei feuchtwarmer Nebel-Witterung im halb-offenen Tigerkäfig wieder engagiert an und ließen den spielstarken Gästen zuerst wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Man störte ihren Spielaufbau schon im Ansatz und konnte so die Angriffsversuche der Füchse oft schon im Keim ersticken. Auch die Zweikämpfe in der gefährlichen Zone entschieden die Tigers anfangs mehrheitlich für sich und der Lohn der Führung ließ nicht lange auf sich warten. Einen schnellen Gegenzug über Heatley schloss der mitgelaufene Heider nach einem Querpass ab und ließ Torwart Schmidt keine große Abwehrchance. Auch in Unterzahl ließen die Hausherren nicht viel zu und starteten sogar ein Break. Den Steilpass von Mayr nahm Bosas auf, Mayr lief mit und der Litauer „nagelte“ die Scheibe aus dem Handgelenk platziert „unters Dach“ zum 2-0. Dies hinterließ nun deutlich Wirkung bei den Gästen, bei denen im Spielaufbau nun fast gar nichts mehr ging und auch in der Defensive wurden die Lücken immer größer. Nutznießer davon war Bartosch, der relativ ungestört von Außen vor Schmidt ziehen konnte und zur überraschend klaren Pausenführung von 3-0 (18.) einnetzte.

Im Mittelabschnitt starteten die Füchse mit Kessler für Schmidt im Tor und suchten einige Zeit nach einer Lösung ohne diese gleich zu finden. Mit zunehmender Spielzeit bekamen sie aber langsam mehr Spielanteile. „Brustlöser“ für Weißwasser war dann das 3-1 von Kuchejda, der bei seiner Einzelaktion von einem unglücklichen Rettungsversuch von Heider im Slot profitierte, der die Scheibe unabsichtlich mit seinem Schläger an Jaeger vorbei ins Tor legte. Danach bekamen die Gäste richtig Oberwasser und drängten immer weiter. Die Gegenzüge der Tigers wurden immer seltener und ein klasse Antritt vom starken Hayes aus der Mittelzone heraus gegen zu zaghafte Verteidiger, brachte dann das 3-2 durch den Lausitzer Goldhelm und dokumentierte das völlig andere Spiel nun auch endgültig auf der Anzeigentafel.

Diesen Schwung nahmen die Füchse auch mit ins letzte Drittel und konditionell und mental brachen die Oberfranken nun überraschend regelrecht ein. Die Sachsen gewannen nun nahezu alle Laufduelle und kamen so gegen immer passiver werdende Wagnerstädter zu zahlreichen Chancen, wovon George den an ihm selbst verursachten Penalty nach einem Break und Saviano per Bauerntrick eine weitere Gelegenheit zum 3-4 nutzen konnte. Weißwasser hatte den Spielfaden nun komplett in der Hand aber noch wollten die Tigers sich nicht geschlagen geben auch wenn die Beine sichtbar immer schwerer wurden. In Überzahl schlich sich Verteidiger Linden fast unbemerkt in Linksaußenposition und mit einem feinen Querpass bediente ihn Bartosch da mustergültig zum nochmaligen Ausgleich. Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn nur 41 Sekunden später schlugen die Gäste zurück. Hayes trat nochmals an, bediente Boiarchinov im Zentrum und schon war Weißwasser erneut in Führung. Bayreuth versuchte zwar noch mal zurück zu kommen und nahm auch etwa 90 Sekunden vor Ende Torwart Jaeger für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Allerdings nutzten dass nur die Füchse zu einem empty-net-goal durch Rückkehrer Breitkreuz nach Verletzungspause zum 4-6 Endstand. Ein Wechselbad der Gefühle brachte am Ende eine ernüchternde weitere Niederlage für die Tigers gegen Gäste aus der Lausitz, die erneut einen 3-Tore Rückstand wie zu ihrer Saisonpremiere gegen Freiburg noch in einen Sieg umdrehen konnten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH