Tigers gewinnen verdient im wichtigen Spiel gegen die rote Laterne

Bayreuth Tigers – Dresdner Eislöwen 4:1    (1-0;1-1;2-0)

Zuschauer: 1414  Strafen: BT: 8 Min D: 14 Min Powerplay: BT: 2/7 D: 0/4

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Martens (4), Heider, Linden (2), Nijenhuis – Rajala, Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Bosas, Kronawitter, Heatley, Kirchhofer Kunz, Gläser (2)

Dresden: Eisenhut, Stefaniszin – Hanusch (2), Zauner, Heywood (4), Kramer, Pucajs, Uplegger, Schmidt – Knackstedt (2), Rupprich, Davidek, Walther, Palka (2), Höller, Huard (2), Pielmeier, Knobloch, Billich (2), Reed, Postel

Tore: 1:0 (9) 5-4 Bosas (Heatley, Järveläinen); 2:0 (25) 4-4 Järveläinen (Mayr, Heatley); 2:1 (28) Pielmeier (Hanusch, Reed); 3:1 (60) 5-4 EN PP1 Järveläinen (Bosas); 4:1 (60) Gams (Linden, Bartosch)

Dieses wichtige Duell der Nachbarn am Tabellenende hatte einen ausgeglichenen Beginn, bei dem man merkte, dass beide Teams nach den vielen Rückschlägen dieser Spielzeit etwas nervös wirkten und erst einmal um Sicherheit bemüht waren. Die Hausherren kamen dabei zuerst zu gefährlichen Angriffen, aber bei einzelnen Gegenzügen der Eislöwen war auch Herden im Tigergehäuse auf dem Posten. Mit dem ersten Powerplay der Oberfranken gelang ihnen dann auch der Führungstreffer. Mit einer flüssigen Kombination im „tic-tac-toe-Stil“ spielten Järveläinen und Heatley Torjäger Bosas im Zentrum frei in Schussposition und der litauische Nationalspieler netzte trocken ein. In der Folgezeit merkte man, wie dieses Tor die Gäste beschäftigte und die Wagnerstädter bekam mehr Oberwasser und verdienten sich den knappen Vorsprung zur ersten Pause.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts behielten die Tigers weiterhin weitgehend Kontrolle über die Partie auch wenn sich die Gäste mühten. Richtig viel zu ließen die Gelb-Schwarzen auch ohne den verletzt fehlenden Verteidiger Veisert nicht und mit einem haltbaren Weitschuss von Järveläinen konnte man sogar auf 2-0 erhöhen. Fast wie aus dem Nichts kamen die Sachsen dann aber zurück ins Spiel. Pielmeier bestrafte die steigende Fehlerquote der Tigers mit dem Anschlusstreffer, der Goalie Herden auch noch unglücklich durchrutschte. Damit drehte sich das Momentum des Spiels dann doch deutlich. Dresden bekam mehr Spielanteile und drängte phasenweise mächtig, ohne sich aber Großchancen zu erspielen. Die Hochkaräter waren eher auf der anderen Seite durch Bosas und Kolozvary zu verzeichnen, die aber ungenutzt blieben und so ging man mit dem knappen 2-1 zum zweiten Mal in die Kabine.

Wer im Schlussdrittel nun einen Sturmlauf der vor der Saison hoch eingeschätzten Gäste erwartet hatte, sah sich getäuscht, denn die Mannen von der Elbe versuchten es zwar, aber die Tigers wehrten sich nach Kräften. Vielleicht die entscheidende Phase des Spiels lief um die 50. Minute als die Bayreuther für eine komplette Minute in doppelte Unterzahl gerieten. Mit letztem Einsatz und dem starken Goalie Herden überstand man diese schadlos und konnte sich danach auch wieder befreien. Zu Gute kam den Oberfranken dann, dass sich Dresden am Ende zu viele und auch völlig unnötige Strafen leistete und so gar nicht mehr dazu kam die Gastgeber richtig unter Druck zu setzen. Mit der letzten Option ohne Torwart versuchten die Eislöwen zwar noch eine Wende aber neben Torwart Herden „man of the match“ Järveläinen traf aus der Mittelzone ins verwaiste Gehäuse zum entscheidenden 3-1. Den Schlusspunkt setzte dann noch Gams der einen feinen Querpass von Bartosch fulminant zum Endstand in die Maschen jagte. So blieben diese drei wichtigen Zähler verdient im Tigerkäfig und die rote Laterne des Tabellenschlusslichts fuhr mit dem Dresdner Mannschaftsbus nach Sachsen. Der Stein der Erleichterung war im ganzen „Oval“ zu spüren und auf diesen kleinen Erfolg durch eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne große Aussetzer muss man nun am Roten Main in den nächsten Wochen weiter aufbauen. Ein Anfang dafür ist gemacht.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH