Bayreuth verpatzt Heimpremiere

Bayreuth Tigers – Eisbären Regensburg 2:4 (0-2;1-1;1-1)

Zuschauer:2050 Strafen: BT: 24 Min    R: 12 Min  Powerplay: BT: 0/4 R: 0/5

Bayreuth: Jaeger, Herden (ab 21.) – Mayr (4), Martens, Veisert, M.Heider, Linden (4), Nijenhuis  – Rajala, S.Busch (4), Kolozvary (10), Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Bosas, Kronawitter, Heatley, Kirchhofer (2), Kunz

Regensburg: Holmgren, Letudke – Gulda, Schiller, Tippmann (2), Vogel, Weber, P.Heider (2), Schütz – Stöhr, Divis, Franz, Flache, Tausch, Ontl, Keresztury (4), Böhm (2), Heger, Schwarz, Kroschinski, Gajovsky (2)

Tore: 0:1 (16) Tausch (Divis, Gajovski); 0:23 (19) Stöhr (Gajovski, P.Heider); 0:3 (32) Gajovski (Franz); 1:3 (37) Järveläinen (Martens, Busch), 1:4 (50) P.Heider (Gajovski, Tausch) 2:4 (58) Kronawitter (Richter, Heatley)

Ohne die verletzten Potac, Walz und den sicherheitshalber geschonten Gläser ging das Team von Trainer Kujala in seine Heimpremiere im mit 2000 Fans gut besuchten Tigerkäfig gegen den Oberligisten aus der Oberpfalz.

Relativ ausgeglichen begann die Partie, wobei die Gäste leichte Vorteile im Chancenverhältnis hatten, bis so ab Minute 7 auch die Hausherren besser zum Zuge kamen. Die wenigen Chancen auf beiden Seiten wurden aber sichere Beute der beiden guten Goalies oder vorher gerade noch von den Abwehrreihen geklärt.

In Führung ging dann aber doch der EVR mit einem Schuß vom auffälligen Tausch aus der Halbdistanz, dem Stöhr nach einer feinen Kombination per Tip-in auch noch das 0-2 (19.Minute) folgen ließ.

Den Mittelabschnitt begannen die Gastgeber mit Herden für Jaeger im Tor, der mit einer leichten Verletzung geschont wurde, aber am Spielverlauf änderte sich wenig. Die Oberfranken taten sich schwer sich spielerisch durchzusetzen und so blieb vieles Stückwerk. Eine gelungene Einzelaktion des sehr starken (besten Spielers auf dem Eis) Gajovski brachte die Oberpfälzer dann sogar mit 3 Toren in Führung, doch Järveläinen gelang trotz wenig Spielfluss beim Heimteam zumindest noch der Anschlusstreffer vor der zweiten Pause. Nachdem er sich im Zweikampf befreien konnte, wollte er vermutlich hinter dem Tor durch laufen, entschied sich dann aber doch zu einem Pass- oder Schussversuch aus spitzem Winkel, der von einem Regensburger Verteidiger im Slot wohl noch abgefälscht zum 1-3 im Netz landete.

Für das letzte Drittel wechselte Kujala dann zeitweise die Center der beiden Top-Reihen zwischen Kolozvary und Rajala aber nach einem Unterzahlbreak über Keresztury (43.) lag die Scheibe zwar erneut im Bayreuther Netz. Weil die Schiris wegen einem Foul aber schon unterbrochen hatten, gab es Penalty, den der Deutsch-Ungar aber nicht an Herden vorbei brachte und so blieb es vorerst beim Zwischenstand von 1-3. Die Resultatserhöhung gelang dann schließlich Petr Heider für den EVR, der einen 2 gegen 1 Konter zur Vorentscheidung verwandeln konnte. In den letzten Minuten hatten die Tigers dann nochmals etwas Übergewicht an den Spielanteilen, doch auch wegen einiger fragwürdigen Strafen gegen die Gelb-Schwarzen dauerte es bis knapp 3 Minuten vor Ende, bis die Wagnerstädter das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten konnten. Kronawitter war es gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden per Nachschuss dann vorbehalten den Endstand herzustellen.

Regensburg gewann diese Partie trotz mehr Schüssen der Oberfranken absolut verdient und behielt damit seine blütenweise Weste in den bisherigen Testspielen. Für die Tigers gab es sicher auch wichtige Hinweise für die kommenden Trainingseinheiten woran bis zum Saisonstart in 2 Wochen noch gearbeitet werden muss.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH