Bayreuth erkämpft sich verdienten zweiten Heimsieg in Folge

Bayreuth Tigers – Kassel Huskies     3:1 (2-0;1-1;0-0)

Zuschauer: 1265 Strafen: BT: 12 Min K: 16 Min  Powerplay: BT: 1/8 K: 0/6

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Martens, Visert, Heider (6), Linden, Nijenhuis (2) – Rajala, S.Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Kronawitter, Heatley (2), Kunz, Gläser (2)

Kassel: Hungerecker, Melichercik – Christ, M.Müller, Walters (2), Kraus (2), Dinger, Heinrich (2) – Neal (2), V.Busch, Ritter, Carciola (4), R.Mueller, Meilleur, Gron (2), Schirmacher, Hening, Krüger, Bödefeld, Povorozniouk

Tore: 1:0 (19) 5-4 Järveläinen (Heatley, Rajala); 2:0 (20) S.Busch (Gläser, Richter); 2:1 (36) 4-4 Gron (Dinger, Walters); 3:1 (39) S.Busch (Gläser, Järveläinen)

Diese Partie, ohne den bisherigen Toptorschützen Bosas auf Seiten der Tigers und den fehlenden Verteidigern Little und Reis bei den Gästen, brauchte einige Zeit um richtig Fahrt aufzunehmen. Erste Chancen wurden sichere Beute der beiden Goalies Hungerecker und Herden und auch im Powerplay fanden beide Kontrahenten noch keinen Weg zum Torerfolg, sodass man sich fast schon mit einem 0-0 zur ersten Pause begnügen wollte. Ein Unterzahlbreak der Schlittenhunde (19.) konnte gerade noch gestört werden und im Gegenzug „lud Goldhelm Järveläinen von der Blauen einfach mal durch“. Ohne große Sicht für den Torwart traf der Finne zur Führung. Gegen noch nicht wieder sortierte Huskies startete Sebastian Busch dann noch ein Solo aus der Mittelzone, vernaschte dabei Verteidiger Dinger und legte die Scheibe Hungerecker durch die Beine ins Netz. Zwischen den beiden Treffer lagen keine 20 Sekunden zum doch noch klaren Vorsprung für die Hausherren.

Im zweiten Abschnitt merkte man den Gästen den Willen zu Veränderungen an aber mit den großen Lösungen tat man sich weiter schwer. Man verzettelte sich in zu vielen Einzelaktionen statt Kombinationsspiel und die Tigers konnten in den wichtigen Momenten immer wieder entscheidend stören. Einzelne Chancen blieben wieder ungenutzt auch wenn Kassel jetzt etwas mehr Spielanteile und Abschlüsse zu verzeichnen hatte. Einige Gegenzüge der Wagnerstädter blieben auch in dieser Phase des Spiels fast die besseren Torchancen. Aus einem abseitsverdächtigen Angriff bei 4 gegen 4 markierte Gron dann aber doch den Anschlusstreffer für die Nordhessen mit einem satten Schuss und die Oberfranken stemmten sich dagegen das Momentum nicht komplett zu verlieren. „Brustlöser“ dafür war dann das 3-1 durch S.Busch, der einen feinen Querpass von Gläser im Stile eines Torjägers sofort mit einem platzierten Abschluss „unters Dach“ verwertete.

Die große Chance zur Entscheidung hatten die Gelb-Schwarzen dann in Minute 46, als man fast 2 Minuten doppelte Überzahl hatte, diese aber nicht nutzen konnte, und bei einem Break sogar Gefahr lief den Gegner mit einem Treffer wieder richtig zurück ins Spiel zu holen. In der Folgezeit spürte man das Bemühen der Gäste schon deutlich, aber auch dass sie den Schlüssel zu diesem Spiel nie wirklich fanden. Von den Einheimischen bekamen sie aber auch nichts einfach mal so gestattet. Bayreuth wehrte sich nach Kräften und „als letzte Instanz“ machte spätestens der gute Herden im Gehäuse die Tür zu. Als schon 150 Sekunden vor Schluss Gästetrainer Rossi seinen Goalie erstmals für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, war der Schlussspurt für jeden offensichtlich. Aber auch hier hatten die Tigers die bessere Antwort parat und verteidigten ihr Tor geschlossen „mit Mann und Maus“ zum eminent wichtigen und unterm Strich verdienten zweiten Heimsieg in Folge. Das stellten beide Trainer so auch in der Pressekonferenz fest, wo Gästecoach Rossi den zu geringen „Arbeitsaufwand“ seiner Jungs bemängelte und Petri Kujala den guten und erfolgreichen Einsatz seines Teams richtigerweise dagegen hervorhob.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH