Eispiraten entern den Tigerkäfig ohne Gegentor

Bayreuth Tigers – Eispiraten Crimmitschau 0:5 (0-2;0-1;0-2)

Zuschauer:2235   Strafen: BT: 10 Min  C: 14 Min   Powerplays BT: 0/3   C: 1/5

 Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Martens, Veisert, Heider (2), Linden (2), Poldruhak, Nijenhuis – Rajala, Busch (2), Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams (2), Richter, Bosas, Kronawitter, Heatley (2), Kirchhofer, Gläser

Crimmitschau: Kilar, Albrecht – Hudson, Alber, Thomas (2), Schietzold, Olleff (2), Halbauer (2), McNally – Walsh, Hilbrich (2), Schlenker, Flick (2), Pohl, Körner,Talbot, Kabitzky, Kircher, Demmler (2), Klöpper (2)

Tore: 0:1 (9) 5-4 Hilbrich (Hudson, Pohl); 0:2 (14) Hilbrich (Klöpper, Thomas); 0:3 (35) 4-4 Flick (Talbot, McNally); 0:4 (46) Hilbrich (Körner, Klöpper); 0:5 (53) Flick (Walsh, McNally)

Vor größerer Kulisse aus beiden Fanlagern starteten die Nachbarn relativ ausgeglichen ohne große Höhepunkte in diese Partie. Ein gewisses Abtasten mit gegenseitigem Respekt war in den ersten Szenen deutlich erkennbar und einzelne Torchancen blieben noch ohne Erfolg. Mit dem ersten Powerplay (9.) gingen die Gäste dann aber in Führung. Einen Fehler im Zentrum bestrafte Hilbrich sofort reaktionsschnell und mit dem Rückstand bekamen die Bayreuther noch mehr Probleme eigene Angriffsaktionen zu starten, da die Westsachsen konzentriert die Räume eng machten. Spielerische Lösungen das „aufzureißen“ gab es bei den Hausherren kaum, da ihnen auch das nötige Tempo dazu fehlte.  Mit einer klasse Aktion des auffälligen Klöpper wurde dann noch ein weiterer Treffer vorbereitet.  Hilbrich, erneut zentral angespielt, hatte dabei dann fast leichtes Spiel, um gegen den wieder machtlosen Herden nach 14 Minuten aus kurzer Distanz auf
0-2 zu erhöhen.

Mit deutlich mehr „speed“ gingen beiden Teams dann den zweiten Abschnitt an und besonders die Einheimischen erkämpften sich nun zeitweise mehr Spielanteile. Höhepunkt dieser Verbesserung waren das Break von Bosas (24.), als er völlig alleine auf Kilar zulief, auf die Vorhand zog, die Scheibe aber nicht nach oben brachte und an den Schienen des ETC-Goalies scheiterte. Zweites Highlight war der Direktschuss von Järveläinen in Überzahl, aber auch den klärte Kilar mit seinen Vorderleuten. Danach folgte eine Phase von extremen „coast to coast hockey“ mit schnellem Überbrücken der Mittelzone inklusive guter Torchancen auf beiden Seiten, die aber erstmal alle ungenutzt blieben. Das war die Phase wo für Tigers eine Wende noch möglich gewesen wäre, aber ohne eigenen Treffer geht das nicht. Es war nicht so, dass man es nicht versuchte, aber durchschlagenden Erfolg konnte man eben auch nicht erzwingen. Erst in Minute 35 gab es wieder einen Eintrag auf dem Scoreboard, nachdem sich auch ein paar härtere Auseinandersetzungen mit Strafen auf beiden Seiten abgespielt hatten. Bei 4 gegen 4 zog Flick direkt ab und Tigerstorwart Herden rutschte die Scheibe zum 0-3 unter dem Arm durch. Deutlich geschockt wirkten davon die Oberfranken und überließen den Eispiraten in den letzten Minuten völlig das Feld. Mehrere Hochkaräter ließ Crimmitschau allerdings noch ungenutzt und so blieb es beim 0-3 nach den zweiten 20 Minuten.

Auch im Schlussdrittel fehlten den Bayreuthern die offensiven Lösungen um nochmal ins Spiel zurück zu kommen. Crimmitschau verwaltete das geschickt und relativ souverän, hielt die Scheibe meist weg vom eigenen Tor und erhöhte durch Hilbrich und Flick bis zum Endstand von 0-5. In nahezu allen Belangen unterlegen, fehlten den Wagnerstädtern unter dem Strich auch die Ideen, um an diesem gebrauchten Tag die souveränen Gäste wirklich in Bedrängnis zu bringen. Alles was man versuchte, verpuffte relativ wirkungslos und so sicherten sich die Eispiraten völlig verdient die 3 Zähler. Hilbrich mit einem Dreierpack und Doppeltorschütze Flick waren neben shut-out-Goalie Kilar die Hauptakteure in einer geschlossenen Mannschaftsleistung, dem die Oberfranken an diesem Abend zu wenig entgegen zusetzten hatten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH