Tigers erkämpfen sich drei sehr wichtige Punkte gegen Tölz

Sieg für die Moral im Team und Umfeld

Bayreuth Tigers – Tölzer Löwen 4:2 (3-2;1-0;0-0)

Zuschauer: 1420 Strafen: BT: 18 Min T: 14 Min Powerplays: BT: 1/5 T: 0/7

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr, Martens (2), Veisert, Heider (2), Linden (4), Potac – Rajala (2), Busch, Kolozvary, Järveläinen (2), Bartosch, Gams (2), Richter, Bosas (4), Kronawitter, Kirchhofer, Kunz

Tölz: Meisner, Mechel – Wehrs, Borer, Reiter (2), Heinzinger, Horschel, Schwarz – Edfelder, Strobl, Pauli (2), Sedlmayr, Beach (2), Dibelka, Drews, Hörmann, Schlager (2), MacAulay (4) +2

Tore: 0:1 (12) MacAulay (Pauli, Beach); 1:1 (13) Gams (Bosas, Mayr); 2:1 (17) Kunz (Linden, Busch); 3:1 (19) Richter (Mayr, Busch); 3:2 (20) Dibelka (Schwarz, Sedlmayr); 4:2 (36) 5-4 Martens (Heider, Bosas)

Dieses Duell der „Großkatzen“ brauchte einige Minuten bis beide Teams Struktur hineinbrachten, denn der Anfang war auf beiden Seiten relativ wild mit leichten Vorteilen für die Einheimischen. Den ersten Eintrag auf dem Scoreboard verzeichneten aber die Tölzer durch MacAulay. Der bekam bei einem Angriff den berühmten Meter zu viel Platz von der Bayreuther Defensive und netzte ein. Die Oberfranken schlugen aber relativ schnell zurück durch einen wuchtigen Abschluss von Gams. Als später Löwengoalie Meisner wieder einen seiner Ausflüge aus dem Torraum startete, misslang ihm das total und Kevin Kunz traf von der Seite ins verlassene Tor zur Führung. Davon wirkten die „Buam“ geschockt, vernachlässigten ihre Abwehrarbeit und nach starker Vorarbeit von Mayr hinter dem Tor erhöhte Richter relativ ungestört aus dem Slot sogar noch auf 3-1. Die aufkommende Euphorie bremsten die Gäste dann aber noch vor der ersten Pause gleich mit dem Anschlusstreffer durch Dibelka.

Im zweiten Abschnitt sortierten sich die Hausherren wieder und Tölz versuchte besser ins Spiel zu kommen, tat sich aber schwer. Die Wagnerstädter minimierten ihre Eigenfehler und trotz mehrerer Überzahlspiele gelang den Gästen kein Treffer, weil ihnen öfters auch die guten Ideen fehlten. Die Tigers machten das aber auch gut, indem sie in den entscheidenden Situationen jetzt eng „am Mann“ waren um stören zu können. Das Powerplay der Gastgeber war zwar auch nicht berauschend aber bei einem Schlagschuss von Heider stellte der im Zentrum agierende Martens den Schläger so rein, dass Meisner diesmal nichts machen konnte und mit diesem 4-2 ging man in den Schlussabschnitt.

Richtig intensiv wurde es mit zunehmender Spielzeit in den letzten 20 Minuten. Tölz merkte man nun deutlicher an, dass sie das Spiel noch drehen wollten und das Team vom Roten Main stemmte sich kollektiv dagegen. Turm in der Schlacht, bei der nun stellenweise auch körperlich härter werdenden Partie, wurde nun Torhüter Jaeger, der mit einigen starken Reaktionen seinen aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleuten den Rücken frei hielt. Natürlich half bei dem Dauerdruck der Löwen immer wieder auch mal das nötige Quäntchen Glück, z.B. bei einem Pfostentreffer oder der Großchance von Beach, der bei seinem Solo statt ins Netz, parallel zur Torlinie knapp verzog. Bei aussichtsreichen Gegenzügen verfehlten aber auch die Bayreuther einige Male eine Vorentscheidung. Besonders bei Gästetrainer Berwanger fast zwei Minuten vor Ende seinen Goalie vom Eis nahm, hätten Bosas oder Richter schon früher für eine endgültige Entscheidung sorgen können. Am knappen, aber nicht unverdienten Heimsieg unter erschwerten Bedingungen (beide Trainer bemängelten wie auch schon in den letzten Wochen, das schlechte Eis im Tigerkäfig), änderte das aber nichts mehr.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für die Tigers vor den nächsten schweren Wochen, den man sich mit großem Einsatz erkämpfte, auch wenn es noch einiges zu verbessern gilt. Ein Anfang, um den Tigerkäfig wieder zur Festung zu machen (10 Punkte aus den letzten 5 Heimspielen), ist gemacht um als „wirtschaftlicher“ Nachrücker in dieser starken DEL2  am Ende auch sportlich doch zu bestehen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH