Große Gegenwehr gegen den Tabellenführer blieb für die Tigers unbelohnt

Bayreuth Tigers – Ravensburg Towerstars   4:5 (2-0;2-4;0-1)

Zuschauer: 1365   Strafen: BT: 8 Min  R: 12 Min  Powerplay:  BT: 1/5    R: 1/3

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Veisert, Heider, Linden (2), Newton, Potac, Nijenhuis – Rajala (2), Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch (2), Gams, Richter, Kronawitter, Heatley (2), Kirchhofer, Kunz, Gläser

Ravensburg: Langmann, Boehm – Dronia, Supis, Sturm, Pozivil (2), Keller, Kolb (2), Kokes – Schwamberger, Hinse, Mayer (4), Brunnhuber, Just (2), Pompei,  Czarnik, Pfaffengut (2), Pikkarainen, Driendl, Zucker, Kornelli

Tore: 1:0 (9) Gläser (Richter, Newton); 2:0 (13) Heider (Heatley, Rajala); 2:1 (27) Pfaffengut (Pikkarainen, Pozivil); 2:2 (29) Just (Driendl, Pompei); 2:3 (32) Sturm (Pfaffengut, Schwamberger); 2:4 (35) Hinse (Pompei); 3:4 (37) 5-4 Järveläinen (Kolozvary, Bartosch); 4:4 (38) Gläser (Busch, Richter); 4:5 (42) 5-4 Just (Pompei, Driendl)

Gut erholt aus der zweiwöchigen Deutschlandcup-Pause kamen besonders die Hausherren zurück und boten ein erstes Drittel wie man es bisher noch kaum im Tigerkäfig zu sehen bekam. Aggressiv im Zweikampf, läuferisch gut unterwegs und mit teilweise tiefem Forechecking beschäftigte man den Tabellenprimus und kreierte daneben auch eigene schöne Spielzüge. Bei einzelnen Torchancen der Gäste zeigte sich auch Geburtstagskind Timo Herden im Tor der Oberfranken mit einigen „big saves“ als Meister seines Faches. Lohn dieses couragierten Auftritts war dann die Führung nachdem man auch zwei Unterzahlsituationen schadlos überstanden hatte. Erst traf Gläser nach einem schnellen Gegenzug und gutem Zuspiel von Richter und dann erhöhte Heider nach ebenso guter Vorarbeit von Heatley auf 2-0. Ravensburg versuchte danach zwar heran zu kommen aber Herden und seine Vorderleute ließen bis zur ersten Pause nichts mehr zu.

Im Mittelabschnitt konnte Bayreuth dieses Tempo, und auch die Qualität des eigenen Spiels, nicht ganz halten.  Beide Teams belauerten sich eine Zeit lang, wobei die Oberschwaben langsam mehr Spielanteile bekamen. Begünstigt durch die immer löchriger werdende und zu passive Defensive der Tigers kam der Spitzenreiter durch Pfaffengut und Just zum Ausgleich. Damit witterte man Morgenluft und gleichzeitig wurden die Gelb-Schwarzen immer nervöser. Aus dem wieder einmal nicht konsequent besetzten zentralen Halbfeld traf Sturm und als Hinse sein 1 gegen 0-Break eiskalt zum 2-4 verwertete, sah es zeitweise nicht gut aus für die Jungs vom Roten Main. Neues „Lebenselixier“ hauchte dann aber Järveläinen seinem Team im Powerplay ein. Er wartete in guter Position so lange mit dem Abschluss bis er tatsächlich eine Lücke fand zwischen Verteidigung und Torwart und traf aus wenigen Metern mit einem satten Schuss, gut platziert knapp neben dem Pfosten zum 3-4. Als nicht einmal 80 Sekunden später erneut der abschlussstarke Gläser der Ausgleich nach genauem Pass von Busch erzielte war plötzlich alles wieder völlig offen.

Für die letzten 20 Minuten merkte man beiden Mannschaften den Willen an das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen, aber in Führung gingen nun wieder die Gäste, die eine Überzahl durch den Spieler des Tages Just nutzten. Wieder einmal verlagerten die Bayreuther ihre Defensive zu einseitig und vergasen dabei den Raum auf der anderen Hälfte, was der Ravensburger Stürmer mit einem fulminanten Schuss aus kurzer Entfernung nutzen konnte. Ein fehlerhaftes Powerplay der Einheimischen hätte durch ein Break mit anschließendem Foul von Neuzugang Newton, dann fast für die Vorentscheidung gesorgt. Den fälligen Penalty (47.) parierte dann aber Herden gegen Czarnik und so blieb die Partie weiter spannend. Trotz Bemühen gelang es den Tigers aber in der Folgezeit kaum noch klare Torchancen zu erspielen und nachdem Herden eine gute Minute ergebnislos durch einen sechsten Feldspieler ersetzt wurde, gingen die drei Zähler mit auf die Heimreise nach Oberschwaben.

Hoffnungsträger Newton zeigte viele gute Ansätze, war aber noch nicht der entscheidende Faktor, was aber nichts an der insgesamt guten Vorstellung des Underdogs aus Franken änderte. Etwas höhere Effizienz und der in der Qualität breitere Kader gab schließlich knapp den Ausschlag für die Gäste. Erhobenen Hauptes mussten die Tigers diese Niederlage quittieren, die aber berechtigte Hoffnung gibt für die nächsten Aufgaben, gegen dann nicht ganz so prominent besetzte Teams.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH