Clevere Füchse entführen Punkte aus dem Tigerkäfig

Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse  2:4 (1-0;0-3;1-1)

Zuschauer: 1622 Strafen: BT: 6 Min W: 12 Min Powerplay: BT: 1/6 W: 0/3

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr, Martens, Heider, Linden, Newton, Mannes, Potac (2) – Rajala, Busch, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Bosas (2), Kronawitter, Heatley (2), Kirchhofer, Kunz, Gläser

Lausitzer Füchse: Schmidt, Zoschke – Kania, Bär, Keussen, Monteith (2), Granz, Owens (2) – Saviano (2), Hessler (4), Reichel, George, Eriksson, Schiemenz, Schmidt, Kuchejda (2), Breitkreuz, Hayes, Dietz

Tore: 1:0 (20) Kunz (Potac, Bartosch); 1:1 (24) Eriksson (Breitkreuz, George); 1:2 (27) Bär (Hessler, Hayes); 1:3 (28) Kuschel (Keussen, Schiemenz); 1:4 (53) Saviano (Keussen, Hayes); 2:4 (60) 6-4 Heider (Rajala, Newton)

Diese Partie war nicht unbedingt etwas für Eishockeyästheten aber es relativ souverän zu gewinnen ist eben auch eine Art von Klasse wie es das Spitzenteam aus Weißwasser in dieser Spielzeit verkörpert.

Das erste Drittel war geprägt von dem gegenseitigen Respekt und dem „safety first- Gedanken“ auf beiden Seiten. So dauerte die Abtastphase ziemlich lange, in der sich kaum Höhepunkte ergaben weil sich beide Teams ziemlich neutralisierten, die Räume eng machten und die wichtigen Zweikämpfe jeweils von den Defensivreihen erfolgreich gestaltet wurden. Zum Ende der ersten 20 Minuten kamen dann die Hausherren besser zum Zug und als Gams (17.) seinen Schuss bei der besten Möglichkeit etwas zu hoch ansetzte und man 40 Sekunden vor der ersten Pause noch einen schnellen Angriff initiierte, gelang die zu diesem Zeitpunkt nicht einmal unverdiente Führung. Potac löste eine knifflige Aufgabe in der Abwehr mit all seiner Routine elegant und zog mit der Scheibe in die Angriffszone, wo er seine starke Vorarbeit mit einem perfekten Querpass krönte. Der mitgelaufene Kunz nahm sich den Mut zu einem Direktschuss und traf mit diesem gut platzierten Abschluss zum 1-0.

Im Mittelabschnitt nahmen dann aber relativ schnell die Gäste den Spielfaden in die Hand und drängten die Oberfranken mehr und mehr in die Defensive. Die Spielanteile wurden mehr und die Torchancen besser, so dass Jaeger im Tigerstor öfters in den Brennpunkt rückte. Der im Slot sträflich ungedeckte Eriksson traf nach einem starken Zuspiel von Breitkreuz aber trotzdem zum Ausgleich und ab da schwappte das Momentum endgültig auf die Seite der Lausitzer. Verteidiger Bär von der blauen Linie und ein abgefälschter Fernschuss von Kuschel stellten das Resultat bis zur 28. Minute auf 1-3 für die nun deutlich dominierenden Sachsen. Läuferisch und stocktechnisch spielte Weißwasser nun zeitweise seine Klasse aus, so dass die Gelb-Schwarzen trotz Bemühen kaum noch eigene, gefährliche Aktionen zu Stande brachten, sondern die Füchse alles weitestgehend unter Kontrolle hielten. Was doch durchkam wurde nun sichere Beute der beiden Goalies Schmidt und Jaeger und so ging es mit der Gästeführung in die zweite Pause.

Tigerscoach Kujala versuchte es zum Schlussdrittel mit Reihenumstellungen in allen Angriffsblöcken, doch ohne den erkrankten Kolozvary und einiger weiterer Spieler die nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, fehlten den Wagnerstädtern diesmal die Mittel gegen die cleveren Lausitzer. Mit dem 1-4 bei angezeigter Strafe gegen Bayreuth sorgte Saviano, der klasse frei gespielt wurde für mehr als eine Vorentscheidung (53.) die die Füchse fortan souverän verwalteten. Kujala zog schon früh (58.) seinen Torwart für einen sechsten Feldspieler und einige Strafen der Füchse sorgten zum Schluss noch für Dauerpowerplay – zeitweise sogar 6 gegen 3- doch mehr als das 2-4 durch Heider gelang den Gastgebern nicht mehr. Weißwasser spielte stark – ohne Glanz zu versprühen – die Partie sicher nach Hause und untermauerte damit seinen Platz in der vordersten Linie der DEL2. Für Bayreuth reichte es diesmal schlichtweg nicht für Punkte, aber das ist kein Beinbruch und kann in den vielen Spielen um den Jahreswechsel auch schnell wieder korrigiert werden.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH