Bittere Heimniederlage der Tigers

Bayreuth Tigers –  EC Bad Nauheim  2:3     (2-0;0-1;0-2)

Zuschauer: 1837 Strafen: BT: 8 Min BN: 6 Min Powerplay: BT: 1/3 BN: 0/4

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Martens (4), Heider (2), Linden, Mannes, Karlsson, Potac  – Rajala, Busch, Kolozvary (2), Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Heatley, Kronawitter, Kirchhofer, Kunz, Gläser

Bad Nauheim: Guryca, Bick – Ketter, Slaton, Shevyrin (2), Geitner, Stiefenhofer (2) – Hadraschek, Kahle, Brandl, C.Sylvester, Ratmann, D.Sylvester, Livingston, Hamill (2), Reimer, Bires, Krestan

Tore: 1:0 (8) 5-4 Busch (Kolozvary, Bartosch); 2:0 (20) Mayr (Järveläinen, Heatley); 2:1 (28) Bires (D.Sylvester); 2:2 (50) Krestan (C.Sylvester); 2:3 (59) 4-5 C.Sylvester (D.Sylvester)

Tigerscoach Kujala bezeichnete das Ergebnis als unglücklich und meinte in der PK nach dem Spiel ergänzend, dass man sich auch etwas dumm angestellt hat und lag mit beiden Attributen sicher nicht falsch. Alle drei Gästetreffer waren ziemlich unnötig und am Ende auch alles andere als unvermeidbar.

Das Weihnachtsheimspiel Teil 1 gingen die Tigers wieder mit fast voller Kappelle an, während Nauheim nur ein relativ kurzes line-up zur Verfügung hatte. Nach einer Abtastphase versuchten sich die Gäste trotzdem häufiger in der Bayreuther Zone festzusetzen, doch Zählbares gelang ihnen nicht. In letzter Konsequenz hatten meist die Verteidiger der Oberfranken das bessere Ende für sich oder der sichere Herden parierte die gegnerischen Versuche. Mit dem ersten Powerplay gelang den Einheimischen dann die Führung. Die Scheibe bewegte sich dabei schon eine Zeit in der Nauheimer Zone bis Kolozvary mit einem überragenden Querpass durch den Slot Busch bediente, der sicher einschob. In der Folgezeit blieb das Spiel relativ ausgeglichen mit minimalen Vorteilen an Spielanteilen für die Hessen. Offensiv effektiv waren aber wieder die Tigers. Sekunden vor der Pause bediente Järveläinen Mayr und auch der überwand aus kurzer Entfernung den von Trainer Kreutzer diesmal ins Tor beorderten Guryca.

Auch im zweiten Abschnitt hielten die Wetterauer ihre leichten Vorteile, doch Anfangs schafften es die Tigers kaum noch eigene Angriffsaktionen dagegen zu setzten. In der gefährlichen Zone verteidigte man zwar weiter gut und intensiv, doch fast ohne Entlastung wurde der Druck langsam größer. Lohn dafür war Anschlusstreffer durch Bires der einer fast schon abgeblockten Einzelaktion von Goldhelm Dustin Sylvester entscheidend nachsetzte. Die springende Scheibe brachte er jedenfalls über die Linie und sein Team damit zurück ins Spiel. Nun kreierten die Bayreuther aber auch eigene Angriffe, so dass die Partie wieder ausgeglichener wurde. Besonders die Formation Kolozvary, Bartosch und Kunz hatte einige gute Szenen. Ein starkes Zuspiel von Kolozvary setzte z.B. Kunz mit einem Direktschuss an den Pfosten, aber auf der Gegenseite musste auch Herden immer wieder mal rettend eingreifen.

In ähnlicher Form lief es auch im Schlussdrittel. Nauheim hatte öfters die Scheibe, kam auch zu einzelnen Torchancen doch es dauerte bis zur 50.Minute bis man zum Ausgleich kam. Dazu musste auch erst eine Unzulänglichkeit der Tigers herhalten, als man die Scheibe trotz Kontrolle nicht aus der eigenen Zone bekam und Krestan seine Chance die er sich nicht entgehen damit quasi erst selbst eröffnete. Damit nicht genug, leistete man sich kurz vor Ende der Partie in eigener Überzahl auch noch einen kapitalen Fehlpass den die Hessen per Unterzahlbreak von Cody Sylvester nach einem feinen Zuspiel seines Bruders Dustin eiskalt zur Führung vollstreckte. Dieser Stachel saß so tief, dass die Hausherren  auch die letzte Minute mit sechstem Feldspieler statt Torwart Herden nicht mehr nutzen konnten um zurück zu schlagen. Ob zumindest ein Unentschieden samt Verlängerung vielleicht gerechter für den Spielverlauf gewesen wäre, wird sicher unterschiedlich bewertet werden. Chancenlos war man sicher nicht in diesem sehr engen Spiel, wo Nuancen entschieden. Unter dem Strich bleibt es das dritte Spiel in Folge für die Tigers ohne Punkte und das bringt sie in den nächsten schweren Spielen wieder mehr in Zugzwang wenn man den Anschluss ans Mittelfeld nicht wieder verlieren will.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH