Bayreuth feiert verdienten dritten Saisonsieg über Kassel

Bayreuth Tigers – Kassel Huskies 4:1 (0-1;2-0;2-0)

Zuschauer: 1350  Strafen: BT: 8 Min  K: 12 Min Powerplay: BT: 1/6    K: 0/4

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr, Martens, Heider (2), Mannes, Karlsson, Potac (6) – Rajala, S.Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Kronawitter, Heatley, Kirchhofer, Kunz, Gläser

Kassel: Melichercik, Hungerecker – M.Müller, Walters, Dinger, Woidtke, Heinrich, Reiß (2) – Sylvestre (2), Christ, Carciola (2), Gron, R.Mueller (4), Meilleur, Gron, Schirmacher, Hennig, Krüger, Bödefeld, Trivino, Povorozniouk (2)

Tore: 0:1 (18) Sylvestre (Gron, Heinrich); 1:1 (34) 5-4 Heider (Kolozvary, Bartosch); 2:1 (36) Richter (Mayr, Gläser); 3.1 (51) 4-5 Kolozvary (Bartosch, Heider); 4:1 (58) Rajala (Järveläinen, Heatley)

Es gib Gegner im Mannschaftssport, die liegen einem auch wenn kaum einer genau weiß warum. Kassel liegt Bayreuth schon seit man in die DEL2 aufgestiegen ist und diesmal kam ein weiterer verdienter Erfolg der Oberfranken dazu.

Diese Partie konnte Bayreuth nahezu komplett bestreiten und beide Teams bevorzugten anfangs die sicheren Varianten an Pässen und Spielaufbau, um dem Gegner keine unnötigen Räume, oder gar Breaks anzubieten. Spektakulär war es nicht aber das Tempo war nicht einmal schlecht, nur klare Torchancen waren länger Mangelware, bei leichten Vorteilen für die Hausherren. Bei Kolozvarys Abschluss parierte Melichercik im Gästetor z.B. mit einem famosen Reflex und als Karlsson aus der Distanz Maß nahm, half der Außenposten genauso wie das Glück beim Gegenzug auf der Gegenseite als Mueller aus einem Meter die Scheibe nach Querpass nicht ins beinahe leere Tor bekam. Den einzigen Treffer markierte schließlich Sylvestre für die Schlittenhunde, der bei einem ungewöhnlichen Weg der Scheibe von hinter dem Tor im Slot am schnellsten reagierte und seinen Freiraum aus kurzer Entfernung zum 0-1 nutzen konnte.

Drittel zwei gingen die Wagnerstädter nun noch einen Tick offensiver an, erspielten sich wieder leichte Vorteile, ohne zu treffen und so musste ein Powerplay als „Brustlöser“ für die Tigers herhalten. Heiders Treffer per Nachschuss aus dem Zentrum brachte den Einheimischen einen Schub an Selbstvertrauen und man zog das Momentum immer mehr auf seine Seite. Als keine zwei Minuten später der auffällige Richter mit seiner Einzelaktion Melichercik etwas im kurzen Eck düpierte, gingen „die Köpfe der Gelb-Schwarzen noch weiter nach oben“ und fast wäre Kolozvary noch vor der zweiten Pause noch ein weiterer Treffer gelungen, doch diesmal scheiterte er an Melicherciks Fanghand.

Mit diesem neuen Zwischenstand änderte sich nun aber die Statik des Spiels und Kassel kam für den Schlussabschnitt immer mehr in die Bringschuld. Grosse Tormöglichkeiten konnten sich die Nordhessen gegen die stabile Abwehr des Teams von Roten Main aber nicht erspielen und Trainer Kehler bemängelte nachher in der Pressekonferenz auch den zu wenig betriebenen Aufwand für sein Team. Mit dem perfekt ausgespielten (Querpass von Bartosch bei einem 2 gegen 1 Konter) Unterzahlbreak nach einem Fehler im Aufbau der Huskies sorgten die Bayreuther dann (51.) für eine Vorentscheidung. Kassel versuchte es danach zwar weiter aber die Tigers ließen nichts mehr Gefährliches zu und mit dem schusstechnisch anspruchsvollen 4-1 von Rajala – Direktabnahme aus der Luft knapp über dem Eis – nach einem punktgenauen Zuspiel von Järveläinen, war die „Messe endgültig gelesen“. Aus einer soliden Defensive heraus erzielten die Gastgeber wichtige Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt und bauten die Punktserie auf 8 von 9 gegen Kassel in der bisherigen Spielzeit aus. Auch vom Rückschlag mit dem unglücklichen 0-1 ließ man sich diesmal nicht beirren, was die positive Entwicklung der Mannschaft seit Saisonbeginn nochmal dokumentiert. Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Trainer Kujala, gab es nach Spielschluss noch ein weiteres Highlight auf einem rundum gelungenen Eishockeyabend in Bayreuth, die nun wieder stärker den Blick in Richtung Platz 10 und damit direkter Klassenerhalt richten.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH