Tigers schlagen sich selbst und lassen die Punkte in Freiburg

EHC Freiburg vs. Bayreuth Tigers 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)

Zuschauer: 1711   Strafen: Freiburg: 10 Min Bayreuth: 10 Min Powerplay: Freiburg 0/5 Bayreuth: 1/4

Freiburg: Nemec, Meder – Miner-Barron, Meyer, Maly, Havel (2), Rießle, Brückmann – Seeger, Linsenmaier (2), Neuert, Moser (2), Bräuner, Saccomani, Kunz (2), Cihak, Baptista, Herm, Wittfoth, Stas (2)

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Martens, Veisert, M.Heider (2), Linden, Nijenhuis  – Rajala (2), S.Busch (2), Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams (2), Richter, Bosas, Kronawitter, Heatley (2), Kunz, Gläser

Tore: 1:0 (08.) Kunz (Linsenmaier), 2:0 (14.) Linsenmaier (Kunz), 2:1 (18.) Bosas (Järveläinen, Mayr), 2:2 (25.) Bosas (Kolozvary, Mayr), 3:2 (32.) Herm (Maly, Havel), 4:2 (47.) Wittfoth (Herm) SH, 5:2 (50.) Wittfoth (Neuert), 5:3 (58.) Bartosch (Rajala) PP2

Ohne den angeschlagenen Kirchhofer, dafür mit Rückkehrer Veisert ging man in das Spiel beim EHC Freiburg. Der unter der Woche vorgestellte Deutsch-Slowake Poldruhak wurde noch nicht eingesetzt.

Gleich zu Beginn machte Freiburg Druck und so musste Herden bereits in der ersten Minute zwei Mal retten, damit sein Team nicht gleich in Rückstand geriet. Eine Überzahl-Gelegenheit für die Tigers nach zwei Minuten verpuffte schnell, als Heatley dem Freiburger folgen musste. Nach sieben Minuten stand erneut der Bayreuther Torsteher im Mittelpunkt als er gegen Wittfoth reaktionsschnell klären musste. Als die Tigers dann den Schalter umlegten und durch Heatley und Kronawitter zu Gelegenheiten kamen, wurde das Aufrücken der Gäste bestraft als diese an der blauen Linie der Freiburger überlaufen wurden. Linsenmaier auf Kunz – der seine Farben in der 8. Minute in Führung brachte. Fünf Minuten Später dann Kunz auf Linsenmaier, der mit einer Direktabnahme kurz nach der blauen Linie auf 2:0 erhöhen kann. Kurz vor der Pause sind dann die Tigers wieder die aktivere Mannschaft. Järveläinen bedient in einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor Bosas, der den Schläger im richtigen Moment an die Scheibe bringt und damit verkürzen kann. Insgesamt die Gastgeber mit den etwas besseren Chancen und einem leichten optischen Übergewicht in einem Drittel, das nicht sehr flüssig – auf beiden Seiten – lief.

Zum zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber mit Volldampf aus der Kabine und setzten die Bayreuther Defensive direkt unter Druck. Es entwickelte sich dann ein Match, das ziemlich ausgeglichen verlief. Als sich Kolozvary nach 25 Minuten die Scheibe in der neutralen Zone erkämpfte und ins Angriffsdrittel zog, setze dieser seinen mitgelaufen Kollegen Bosas ein, der zum Ausgleich einschoss. Herm auf Seiten der Breisgauer nahm in der 32. Spielminute Anlauf, überlief die Tigers-Verteidigung recht einfach und spielte zudem noch den Bayreuther Torsteher aus, sodass die erneute Führung auf der Anzeigentafel erschien.

Und auch im letzten Abschnitt, an dem Torjäger Bosas angeschlagen nicht mehr teilnehmen konnte, waren es zunächst die Freiburger, die wacher aus der Kabine kamen und Herden sofort wieder unter Beschuss nahmen. Als der Freiburger Kunz nach 47 Minuten auf die Strafbank musste und die Tigers gleich in die Aufstellung kamen, passierte es dann. Ein einfacher Fehler der Tigers – Herm nahm die Scheibe auf, lief ins Bayreuther Drittel und bediente Wittfoth, der leichtes Spiel hatte und in Unterzahl das 4:2 erzielte. Dieses Tor sollte, wie auch später von beiden Trainern bestätigt, der Genickbruch für die Bayreuther sein. Es folgte das 5:2, erneut durch Wittfoth und kurz vor Spielende der Anschlusstreffer der Tigers zum 5:3 bei doppelter Überzahl der Wagnerstädter.

Individuelle Fehler und fehlende Cleverness waren Gift für die insgesamt junge Mannschaft aus Bayreuth – so folgte bei den ersten drei Überzahlspielen jeweils ein Tigers-Akteur noch während der nummerischen Überlegenheit, dem Gegner auf die Strafbank.

„Trotz des 0:2 war das erste Drittel in Ordnung. Wir sind zurückgekommen. Leider laden wir die Gegner in klarsten Situationen ein, was nicht sein müsste. Gerade beim vierten Tor bei eigener Überzahl. Wir haben uns insgesamt das Leben selbst schwer gemacht und müssen einfach cleverer werden,“ so Petri Kujala kurz nach der Partie.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH