Nach Tal- Bergfahrt kehren die Tigers mit zwei Punkten heim

Dresdner Eislöwen – Bayreuth Tigers 3:4 n.V. (0:1, 2:0, 1:2, 0:1)

 Zuschauer: 2.371 Strafen: DD: 4 Min BT: 10 Min Powerplay: DD 1/5 BT 0/2

 Bayreuth: Jaeger (Herden) – Mayr, Veisert, Heider (2), Linden, Newton, Mannes, Potac (2) – Rajala, Busch, Järveläinen, Bartosch (2), Gams (2), Richter, Kolozvary (2), Kronawitter, Heatley, Kirchhofer, Kunz, Gläser

 Dresden: Eisenhut (Stefaniszin) – Zauner, Heywood, Kramer, Heyter, Pujacs, Uplegger, Schmidt (2) – Knackstedt, Rupprich, Davidek (2), Walther, Palka, Höller, Huard, Pielmeier, Knobloch, Billich, Reed, Postel

 Tore: 0:1 (15.) Gams, 1:1 (34.) Pujacs (Davidek, Billich – 5 gegen 3), 2:1 (40.) Uplegger (Huard, Knackstedt), 2:2 (43.) Busch (Richter), 2:3 (44.) Linden (Rajala, Järveläinen), 3:3 (58.) Kramer (Billich, Huard), 3:4 (61.) Bartosch (Kolozvary, Heider)

Mit der Rückkehr von Ivan Kolozvary – Arnoldas Bosas musste pausieren – und Brett Jaeger im Tor gingen die Tigers ins Spiel bei den Eislöwen und waren sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Besonders im ersten Abschnitt war aber beiden Teams die jeweils deutlichen Schlappen vom Freitag anzumerken, wobei die Gastgeber das zumindest in Teilen gefälligere Spiel zeigten und zu einigen Chancen kamen. Beim ersten von mehreren Aluminium-Treffern der Dresdner in der 9. Minute und weiteren Gelegenheiten verhinderten ein sehr starker Brett Jaeger und das Quäntchen Glück einen Rückstand. Timo Gams stellte bei einem herrlich abgeschlossenen Konter mit einem Schuss ins Kreuzeck das Spiel ein wenig auf den Kopf.

Das zweite Drittel gehörte dann ganz klar den Eislöwen, die sich zahlreiche klarste Chancen herausspielten, diese aber lange ungenutzt ließen. Mehrfach rettete das Aluminium, das Unvermögen der Stürmer und vor allem ein Jaeger den Tigers die Führung. Es brauchte eine doppelte Überzahl, um den Ausgleich durch Pujacs zu erzielen, wobei hier zumindest die zweite Strafe gegen die Tigers zumindest diskutabel war. Kurz vor der zweiten Pause brachte Uplegger seine Farben erstmals in Front, als er einen Konter mit einem satten Schuss abschließen konnte, bei dem Jaeger wie bei allen Gegentoren chancenlos war.

Deutlich verbessert starteten die Tigers in den Schlussabschnitt. Sebastian Busch lief aus der neutralen Zone alleine an, umkreiste das Tor und konnte Goalie Marco Eisenhut mit einem klassischen Bauerntrick überwinden, bei dem er die winzige Lücke zwischen Schoner und Pfosten fand. In der nächsten Spielminute brachte Felix Linden die Scheibe in Richtung Tor und diese fand an Freund und Feind vorbei den Weg in die Maschen zur erneuten Tigers-Führung. Gegen nun wütend anstürmende Dresdner wehrte man sich bis in die Schlussphase, die Gastgeber ließen erneut große Chancen liegen. In der 58. Spielminute gelang dann Dresdens Kramer der verdiente Ausgleich. In den letzten Spielsekunden scheiterten die Gastgeber noch einmal am Pfosten und Tim Richter zielte auf der Gegenseite zu ungenau.

Es ging also in die Verlängerung, in der Heider einer eigentlich schon verlorenen Scheibe nachsetzte und vors Tor zog. Seinen Schuss musste der Goalie prallen lassen, sodass Michal Bartosch nach nur 41 Sekunden per Abstauber aus kurzer Distanz den Zusatzpunkt für die Tigers sichern konnte. Nach der heftigen Niederlage vom Freitag zeigten die Jungs um Petri Kujala eine kämpferische Reaktion und verdienten sich so den Auswärtssieg, für den es einen starken Brett Jaeger und auch das nötige Glück brauchte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH