Fünfter Sieg in Folge für die Tigers!

Eispiraten Crimmitschau – Bayreuth Tigers 1:6 (0-2, 0-1, 1-3)

Zuschauer: 1917

Strafen: Crimmitschau: 12 Min   Bayreuth: 14 Min.

Powerplay: Crimmitschau: 0/6 Bayreuth 2/5

Crimmitschau: Kilar, Albrecht – Hudson, Alber (2), Thomas, Olleff, Halbauer, McNally – Walsh (2), Hilbrich (2), Schietzold (4), Flick, Pohl, Talbot, Kabitzky, Kircher (2), Demmler, Klöpper (2)

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr (2), Martens, Heider (2), Linden, Newton, Mannes, Potac (2) – Rajala, Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams, Richter, Kronawitter, Heatley (2), Kirchhofer, Kunz, Gläser (6)

Tore: 0:1 (12.) Mayr (Busch, Richter), 0:2 (20.) Järveläinen (Rajala, Potac), 0:3 (39.) Newton (Martens) PP1, 0:4 (57.) Bartosch (Potac, Kolozvary) PP1, 0:5 (57.) Gläser (Busch, Richter), 0:6 (58.) Heider (Busch, Bartosch) PP1, 1:6 (60.) Flick (Talbot, Hudson)

Der fünfte Sieg (vier Mal in fremden Hallen) in Folge lässt die Tigers einen Platz in der Tabelle klettern. Damit geben die Jungs von Trainer Kujala die rote Laterne nach Deggendorf, die ihrerseits heute verloren haben, weiter.

100% Unterzahlquote

Mit hoher Laufbereitschaft und intensivem Forechecking gingen die Tigers im ersten Drittel ans Werk. Es dauerte ganze sieben Minuten, und bedurfte eine Überzahlgelegenheit, bis die Gastgeber zum ersten Mal an diesem Abend Brett Jaeger beschäftigen konnten – zuvor prüften Rajala, Heatley, Kunz und Richter, bei einem Break in Unterzahl – den gegenüber im Tor stehenden Kilar. So ging auch der Führungstreffer in der 12. Minute durch Simon Mayr, der ziemlich ungestört vors Tor laufen konnte und aus knapper Distanz einschob, völlig in Ordnung. Nach einer anschließenden, sehr kurzen Druckphase der Eispiraten und auch weitern guten Gelegenheiten der Tigers fiel – kurz vor Ablauf des Abschnitts der zweite Treffer für Gelb-Schwarz. Järveläinen, schön von Rajala bedient, zielte genau und ließ Kilar keine Chance.

Jaeger macht dicht

Auch wenn die Tigers die ersten Chancen – Bartosch und Järveläinen mit Gelegenheiten – im zweiten Drittel hatten, so war es vor allem Brett Jaeger zu verdanken, dass Crimmitschau auch im Mittelabschnitt zu keinem Torerfolg kam. Allerbeste Chancen – egal ob in Unterzahl oder ob durchgebrochene Angreifer der Gastgeber – vereitelte der Goalie der Tigers Reihenweise. Als auf Seiten der Tigers Gams plötzlich auf das Tor zulaufen konnte, wurde dieser entscheidend gestört, sodass es zwar einen Pfiff der Unparteiischen gab aber nicht, wie man es hätte tun können, auf Penalty sondern auf zwei Minuten gegen Klöpper entschieden wurde. Genau mit Ablauf dieser Strafzeit klingelte es erneut im Tor der Gastgeber – Newton hatte von der blauen Linie abgezogen und schoss durch Feind und Freund hindurch in die Maschen zum Pausenstand von 0:3 in einem Abschnitt, der von der Chancenverteilung auch anders hätte ausgehen können.

Newton testet Metall

Zunächst waren es die Tigers, die mit Dampf aus der Kabine kamen und das Spiel machten. Rajala, Heatley probierten es, bevor Newton an die Scheibe kam und die Latte anvisierte. Nur zwei Minuten später knallte der gleiche Akteur, von Kronawitter auf die Reise geschickt, das Spielgerät erneut ans Metall – dieses Mal rettete der Pfosten. Crimmitschau im weiteren Verlauf sichtlich bemüht aber es wollte nichts klappen. Einige gute Chancen gingen Vorbei oder der starke Jaeger war Endstation. Nachdem die Eispiraten ein Überzahl wegen zu vielen Spielern auf dem Eis nicht nutzen konnten, machten es kurz darauf die Tigers besser. Gams hielt den Schläger zum Torerfolg in einen von Potac, von der blauen Linie, abgefeuerten Schuss. Keine 30 Sekunden später hatte Gläser keine Mühe, nach Zuspiel von Busch, die Scheibe ins Tor zu bugsieren. Dem nicht genug, konnte Heider – erneut in nummerischer Überlegenheit – einen weiteren Treffer erzielen. Den Schlusspunkt setzten dann jedoch die Sachsen, nur Sekunden vor Schluss durch Flick, der durch zwei Tigers-Akteure förmlich durchgelaufen war.

Sechs Tore, sechs Torschützen. Bereits wie in den vorangegangenen Spielen überzeugen die Tigers mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit, in der alle Reihen ihren Beitrag leisten.

 

„Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren. Wir haben im ersten Drittel sehr gut gespielt, im zweiten durch dumme Strafen das Momentum etwas an Crimmitschau gegeben, die dann Druck machen konnten. Insgesamt haben wir aber eine gute und solide Leistung gesehen. Die letzten zwei bis drei Tore waren dann nur Ergebniskosmetik“, war Coach Kujala sichtlich zufrieden mit der Leistung seines Teams.

„So schlecht haben wir insgesamt gar nicht gespielt. Wir haben zu leichte Tore zugelassen. Im ersten Drittel sah ich uns besser aber wir liegen 2:0 hinten. Bis ins letzte Drittel war das – bis zum Gegentor – in Ordnung. Wir haben Druck gemacht. Wir müssen aber einfach mehr Tore schießen“, so Kim Collins nach der Partie.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH