Tigers feiern erstes 6-Punkte Wochenende

Tölzer Löwen vs. Bayreuth Tigers 5:6 (3:3, 1:1, 1:2)

Zuschauer: 1920 Strafen: Tölz: 4 Min. Bayreuth: 8 Min. Powerplay: Tölz: 3/4 Bayreuth: 0/2

Bad Tölz: Meisner, Mechel – Wehrs, Borer (2), Reiter, Horschel, Schwarz, Gschmeißner (2) – Edfelder, Stobl, Pauli, Beach, Heinzinger, Dibelka, Drews, Hörmann, Schlager, Tosto, MacAulay

Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr (2), Martens, Heider, Linden, Newton, Mannes, Potac (2) – Rajala, Busch, Kolozvary, Järveläinen (2), Bartosch, Gams, Richter, Kronawitte, Heatley (2), Kirchhofer, Kunz, Gläser

Tore: 0:1 (3.) Gams (Kirchhofer,Newton), 0:2 (5.) Gams (Kirchhofer, Linden), 1:2 (7.) Schlager (Borer, Drews) PP2, 3:2, 2:2 (8.) Pauli (Schwarz, Beach) PP1, 2:3 (15.) Kolozvary (Potac), 3:3 (20.) Schwarz (Horschel) SH, 4:3 (24.) Pauli (Beach, Schwarz) PP1, 4:4 (27.) Kirchhofer (Linden), 4:5 (53.) Bartosch (Heider), 4:6 (55.) Kunz (Rajala, Bartosch), 5:6 (56.) Beach (MacAulay)

Jaeger nahm wieder den Platz zwischen den Pfosten ein – ansonsten trat man in Tölz mit gleichem Kader an wie beim Sieg gegen Bietigheim.

Wildes Drittel – 2 Tore in Überzahl + ein Shorthander bringt Tölz zurück

Die Tigers begannen diese Partie stark – gleich zu Beginn hatte Rajala die erste Gelegenheit, die Meisner allerdings noch zu Nichte machen konnte. Auch Gläser scheiterte nach zwei Minuten am Torsteher der Tölzer, doch danach kamen die starken Minuten des gebürtigen Tölzers Timo Gams, der nach Vorarbeit von Newton in der dritten Minute und starkem Einsatz von Kronawitter in der fünften Minute jeweils blitzschnell reagierte und beide Male die abprallende Scheibe im Tor unterbringen konnte. Dieser zunächst beruhigende Vorsprung war nach acht Minuten bereits wieder Geschichte. Bei doppelter Überzahl – Järveläinen und Heatley suchten in kurzem Abstand die Strafbank auf – gelang der Anschlusstreffer und 30 Sekunden später – Tölz immer noch mit einem Mann mehr auf dem Eis – der Ausgleich. Die erneute Führung durch Kolozvary nach 15 Minuten wurde begünstig, dass dieser nicht entscheidend gestört wurde und er so fast über die komplette Spielfläche laufen konnte, um die erneute Führung zu erzielen. Die Gelegenheit, kurz vor der Pause, als Gschmeißner die Strafbank drückte, ließ man aus. Im Gegenteil. Schwarz verwertete mit einem Shorthander ein schnelles Break der Isarwinkler und stellte so kurz vor der Pause wieder den Ausgleich her.

Vidoebeweis! Ja oder nein?

Der kleine „Aufreger“ im zweiten, erneut ausgeglichenen, Spielabschnitt war vielleicht der nicht durchgeführte Videobeweis beim Führungstreffer der Gastgeber. In Überzahl passt Beach straff in den Slot wo sein Kollege Pauli wartet und die Scheibe von dessen Schlittschuh ins Tor prallt. Das reklamieren der Tigers half nichts. Nur wenige Minuten später hält Linden die Scheibe geschickt im Drittel der Tölzer, zieht aus der Drehung ab und die auf Brusthöhe in Richtung Tor fliegende Scheibe fälscht Kirchhofer entscheidend ab. Nun wurde der Videobeweis bemüht, welcher die Richtigkeit des Tores wohl hervorbrachte. In der Folge vergaben beide Teams noch die wenigen Chancen, die sich in diesem Spielabschnitt boten.

Spannung bis zum Schluss

Es dauerte bis zur 52. Minute, bis sich Zählbares auf dem Videowürfel abzeichnete. Die Tigers im Angriff wie im Powerplay, nachdem Topscorer Beach eine gefühlte Ewigkeit im eigenen Drittel am Boden blieb und im Anschluss bei einem Schuss von Heider beinahe noch aus dem Weg ging. Dieser fand Bartosch im Slot, welcher der Scheibe die entscheidende Richtungsänderung, zur erneuten Führung, mitgab. Den nächsten Treffer, begünstigt durch einen Scheibenverlust von Reiter, erzielte Kunz, der die Scheibe klaute, die dann zu Rajala kam und wieder zurück zum jungen Stürmer. Tölz gab nicht auf und kam nochmals zum Anschlusstreffer. Beach stocherte vier Minuten vor dem Ende die Scheibe, die vorher nicht anständig geklärt werden konnte, über die Linie. Als Tölz 1:50 vor Ende eine Auszeit nahm und kurz darauf einen sechsten Feldspieler aufs Eis schickte, zog Borer eine etwas fragwürdige Strafe, mit der seinem Team dann die Möglichkeit nahm, mit einem Mann mehr zu agieren.

„Schön, dass wir gewonnen haben. Wir hatten einen guten Start mit den beiden Toren von Gams. Tölz ist dann durch die Unterzahlsituation zurück ins Spiel gekommen. Es war dann ein offener Schlagabtausch. Vielleicht nicht so sehr schön anzusehen – jedenfalls für Trainer – aber wichtig sind die drei Punkte“, resümierte Petri Kujala nach dem Spiel.

Sein Gegenüber Berwanger zum Spiel: „Es war nicht unser bestes Spiel. Zu viele Querpässe. Man muss auch einfach mal humorlos draufhalten und auf den Rebound hoffen. Man hat gesehen, dass Bayreuth mit vier Reihen spielen kann und mehr Power hat. Unsere Leistungsträger waren heute auch nicht so gut. Wir hätten zwar noch den Ausgleich schießen können oder müssen aber am Ende steht man dann mit leeren Händen da.“



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH