Falken mit deutlichem Statement gegen die Tigers

Heilbronner Falken – Bayreuth Tigers  6:1 (3:0, 1:0, 2:1)

Zuschauer: 2078

Strafen: Heilbronn: 6 Min,  Bayreuth: 14 Min.

Powerplay: Heilbronn: 4/7 Bayreuth 0/3

Heilbronn: Pantkowski, Frensel – Sharrow (2), Maschmeyer,  Mapes, Pavlu, Eberhardt, Kurz   – Helms, Damon, Ranta, Kirsch, Lavallee, Klos (2), Bernhardt (2), Ross, Gibson, Gelke

Bayreuth: Herden, Jaeger – Mayr, Heider (4), Newton, Mannes, Karlsson, Potac – Martens (6),  Rajala, Busch,  Järveläinen, Bartosch, Gams,  Richter, Kronawitter (2), Linden, Heatley, Kirchhofer (2),  Kunz

Tore: 1:0 (1.) Ross (Kirsch, Pavlu), 2:0 (4.) Lavallee (Gibson, Maschmeyer) PP1, 3:0 (18.) Helms (Sharrow, Damon) PP1, 4:0 (40.) Damon (Gibson, Ranta) PP1, 4:1 (41.) Newton (Rajala). 5:1 (55.) Gibson (Damon, Ranta), 6:1 Kirsch (Maschmeyer, Lavallee) PP1

Reihen-Karussell bei den Tigers. Neben Kolozvary und Gläser, die erkrankt waren, fehlte auch Bosas in der Offensivabteilung. Dafür bot Kujala zum ersten Mal Karlsson in der Verteidigung auf, stellte Martens und Linden in den Sturm und beorderte Busch in die erste Reihe zu Bartosch und Kunz, Gams in die Zweite zu Järveläinen und Rajala.

Blitzstart für die Falken

Schon nach 30 Sekunden der erste Warnschuss der Gastgeber durch Ranta, den Herden noch entschärfen konnte. Sekunden später war er dann machtlos, nachdem Ross – durch Pavlu´s langen Pass und schneller Weiterleitung durch Kirsch – alleine auf den Bayreuther Schlussmann zulaufen konnte. Und der Falken-Express machte weiter Druck – in der vierten Minute begünstigt durch eine Strafe der Tigers, Kirchhofer wurde zum Abkühlen geschickt – klingelte es erneut im Bayreuther Kasten. Gibson bediente Lavallee, der nur noch die Kelle hinhalten musste. Die Tigers weiter in der Defensive, mit kaum eigenen Chancen, wehrten sich nach Kräften. Als Martens in der 15. Minute wegen Stockschlagens auf die Bank musste und vermutlich mit den Unparteiischen diskutierte, erhielt dieser nochmals zwei Minuten wegen Unsportlichkeit. Dies nutzten die Falken wieder aus. Erneut in nummerischer Überlegenheit schlugen die Falken zu. Sharrow mit einer Direktabnahme von der blauen Linie, die von Helms zum Pausenstand ins Tor abgelenkt wurde

Herden hält seine Männer lange im Spiel

Einen zum Teil offenen Schlagabtausch erlebten die Zuschauer im zweiten Abschnitt. Zunächst traf Newton nur die Latte und Rajala verzog alleinstehend vor dem Tor, als die Tigers zu Beginn noch in Überzahl agierten. Im Anschluss trat Herden ins Blicklicht des Geschehens als dieser mit einem Monster-Save gegen Gibson, der zusammen mit Damon auf sein Tor zulaufen konnte, parierte. Järveläinen, Rajala, Mayr und Busch mit Möglichkeiten bis zur Hälfte des Abschnitts aber entweder waren die Abschlüsse zu ungenau oder der Falken-Goalie Pantkowski parierte. Kurz vor Ende des Spielabschnitts wieder zwei Strafen in kurzer Abfolge gegen Bayreuth. Als Heider auf dem Sünderbänklein Platz nahm, überstand man dies noch ohne Folgen. Sechs Sekunden vor Ende des Drittels die nächste Strafe gegen Martens und tatsächlich überwanden die Falken noch vor dem Pausenpfiff die Tigersabwehr nach gewonnenem Bully und stellten fast mit dem Pfiff der Schiedsrichter auf 4:1.

Kurzfristige Hoffnung auf Erfolg

Guter Start und schnelles Tor für die Tigers im Schlussabschnitt. Rajala passt von hinter dem Tor auf Newton, der mit der Rückhand Pantwoski auf dem falschen Fuß erwischt. Der erhoffte Aufschwung blieb allerdings aus. Kronawitter, Rajala und Linden mit einem Alleingang hatten noch Möglichkeiten näher ran zu kommen. Doch als Damon nach 55 Minuten frei zum Schuss kommt, war das Spiel endgültig entschieden. Sehenswert noch der letzte Treffer der Falken als Kirsch die Scheibe aus der Luft – zum vierten Mal an diesem Abend in Überzahl – in die Maschen befördern konnte.

 

„Wir wussten, dass Heilbronn – jetzt mit sechs Siegen in Folge – ein harter Gegner ist. Wenn man nach drei Minuten bei der derzeit heißesten Mannschaft der Liga zurück liegt, ist das schon hart. Bei Fünf gegen Fünf waren wir ganz gut und hatten unsere Chancen. Allerdings haben wir auch vier Tore in Unterzahl – bisher unsere Paradedisziplin – bekommen und das tut weh“, so Petri Kujala nach der Partie.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH