Perfekter Jahresabschluss für die Tigers

Ravensburg Towerstars – Bayreuth Tigers 2:3 (0:0, 0:2, 2:1)

Strafen: Ravensburg 6, Bayreuth 10; Powerplay: RAV 1/5, BT 1/3; Zuschauer: 3.418

Bayreuth: Jaeger (Herden); Mayr, Martens (4), Heider (2), Mannes, Karlsson (2), Potac (2); Rajala, Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Richter, Kronawitter, Linden, Heatley, Kirchhofer, Kunz, Gläser

Ravensburg: Langmann (Boehm); Mayer, Supis, Sturm, Pozivil, Kolb, Kokes (2); Schwamberger, Hinse, Brunnhuber, Pompei, Czarnik (2), Pfaffengut, Svoboda, Zucker, Kornelli (2)

Tore: 0:1 (25.) Potac (Busch – 5 gegen 4), 0:2 (29.) Martens (Järveläinen, Heatley), 1:2 (45.) Sturm (Czarnik); 1:3 (49.) Heatley (Rajala, Järveläinen), 2:3 (60.) Pfaffengut (6 gegen 4)

Die „Sonderzug-Serie“ der Bayreuth Tigers hat auch nach dem letzten Spiel im Jahr 2018 Bestand, denn alle Sonderzug-Spiele mit Beteiligung der Tigers wurden von ebendiesen auch gewonnen.

In Ravensburg setzte Petri Kujala auf die gleichen Formationen wie beim Heimsieg vom Freitag, im Tor startete erneut Brett Jaeger. Beide Teams gingen schwungvoll in diese Partie vor auserkauftem Haus und an alter Wirkungsstätte von Kujala. Die Gastgeber erspielten sich dabei ein Übergewicht und setzten die Tigers stark unter Druck, was jede Menge Arbeit in der eigenen Zone bedeutete. Vor allem bei zwei nahezu unmittelbar aufeinander folgenden kleinen Strafen verhinderte man in Unterzahl den Gegentreffer. „Wir waren defensiv viel beschäftigt und hatten in Brett Jaeger einen starken Rückhalt“, hebt Petri Kujala die Defensivleistung hervor. Einzelne Chancen konnten die Tigers nicht nutzen, sodass es torlos in die erste Pause ging.

Im zweiten Abschnitt konnte man sich etwas Luft verschaffen und nach wenigen Sekunden wurde ein Bartosch-Versuch knapp vor der Linie geklärt. In der 25. Minute nutzte man dann eine Überzahlsituation zur Führung. Jozef Potac wurde an der blauen Linie angespielt, legte sich die Scheibe zurecht und sein Schuss fand an Freund und Feind vorbei den Weg ins gegnerische Netz. Nur wenige Minuten später brachte Henry Martens – bedient von Ville Järveläinen – die Scheibe aus der Halbdistanz aufs Tor von Goalie Langmann. Die Situation war etwas unübersichtlich, sodass die Schiedsrichter bei der nächsten Unterbrechung den Videobeweis zurate zogen und das Tor zur 2:0-Führung für die Gelb-Schwarzen gaben. Die Gastgeber rannten weiter an, es fehlte aber oft in der letzten Konsequenz. Die konzentrierte Arbeit der Tigers verhinderte aber einen Gegentreffer bis zur zweiten Pause.

Auch den beinahe wütenden Offensivbemühungen der Towerstars im Schlussdrittel warf man alles entgegen, besonders die Arbeit gegen den Puck war weiter sehr effektiv. Dennoch gelang in der 45. Minute der Anschlusstreffer durch Sören Sturm. Nicht einmal vier Minuten später war es Mark Heatley, der zentral im gegnerischen Drittel einen Gegenspieler aussteigen ließ und mit einem platzierten Schuss den alten Abstand wiederherstellten konnte. Knapp zwei Minuten vor dem Ende gerieten die Tigers noch einmal in Unterzahl, Towerstars-Coach Jiri Ehrenberger zog seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers und sorgte so für doppelte Überzahl. 58 Sekunden vor Schluss brachte Daniel Pfaffengut dann tatsächlich die Scheibe noch einmal an Brett Jaeger vorbei ins Tor zum 2:3. Doch mit großem Einsatz und Kampf retteten die Tigers den knappen Vorsprung ins Ziel und wurden zurecht von den über 250 anwesenden Tigersfans euphorisch gefeiert.

Petri Kujala: „Ich habe mir sagen lassen, dass Bayreuth noch nie ein Sonderzug-Spiel verloren hat. Und ich bin froh, dass ich nicht der erste bin, dem das passiert ist. Gratulation an meine Mannschaft, die Jungs haben gekämpft und alles getan.“



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH