Bayreuth sichert sich Zusatzpunkt in der Verlängerung

Bayreuth Tigers – Tölzer Löwen 3:2 n.V. (1-0;0-1;1-1)

Zuschauer: 1438 Strafen: BT: 6 Min T: 22 Min Powerplay: BT: 1/6 T: 0/3

Bayreuth: Herden, Rieger – Mayr, Martens, Veisert, Heider (2), Mannes, Karlsson (2) – Rajala, Busch, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch (2), Gams, Richter, Kronawitter, Heatley, Kirchhofer, Kunz, Gläser

Tölz: Mechel, Meisner – Wehrs (16), Borer (2), Heinzinger (2), Horschel, Schwarz, Gschmeißner – Edfelder, Strobl, Pauli (2), Sedlmayr, Dibelka, Drews, Hörmann, Schlager, Tosto, MacAulay

Tore: 1:0 (6) Heatley (Järveläinen, Busch); 1:1 (16) Strobl (Edfelder, Borer); 2:1 (57) Bartosch (Kolozvary, Kunz); 2:2 (60) Dibelka (Pauli, Edfelder); 3:2 (63) 4-3 Rajala (Järveläinen)

Dieses Duell der „Großkatzen“ mit wichtigen Ausfällen auf beiden Seiten begannen die Hausherren wieder wie die Feuerwehr. Schon nach 16 Sekunden die erste Großchance durch das Break von Bartosch und gleich danach zwei weitere durch Kronawitter und nochmal Bartosch. Was fehlte war aber der erfolgreiche Abschluss. Der gelang dann Heatley etwas später, kurz nach Ablauf einer Strafe für die Gäste. Den Querpass von Järveläinen antizipierte er gut und vollendete mit einer starken Bewegung zum 1-0. Auch danach hatten die Oberfranken noch Vorteile und erst ab etwa der 10ten Minute waren die Tölzer ebenfalls richtig im Spiel. Tigersgoalie Herden musste sein Team z.B. in Minute 14 mit einer Fanghand-Prachtparade vor dem Ausgleich bewahren und so ging es mit diesem knappen Resultat in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt ging der Spielfaden auf beiden Seiten nun endgültig ziemlich verloren und nicht vollendete Spielzugversuche oder Einzelaktionen prägten lange das Bild. Auch im Powerplay der Tigers lief die Scheibe nicht so wie gedacht, auch wenn Martens mit seinem „Abfälscher“ an den Pfosten (33.) Pech hatte. Mit einem Pass aus der Rundung in den Slot traf Gästestürmer Strobl dann Herdens Schlittschuh so, dass die Scheibe hinter die Linie zum Ausgleich prallte. Es war fast klar, dass bei der spielerisch und läuferisch eher dürftigen Partie so ein „garbage-goal“ zum Ausgleich für die Gäste herhalten musste. Die bekamen davon aber etwas Aufwind und erspielten sich nun noch ein paar Chancen, ohne jedoch vorerst ein zweites Mal zu treffen.

Auch im dritten Drittel fehlten den Tigers ab und an die Ideen gegen die gut gestaffelten aber oft passiv abwartenden Tölzer, die mit dieser Spielanlage wenig zuließen und fast besser im Spiel waren als die Wagnerstädter. Der Tölzer Drews visierte einmal nur das Torgestänge an und als Bartosch den besten Spielzug der ganzen Partie zum 2-1 (57) nutzen konnte, dachten viele an drei Punkte für das Heimteam. Es wirkte wie einstudiert als Kolozvary den Angriff einleitete, Kunz den ins Zentrum durch gestarteten Bartosch mustergültig bediente und der völlig frei einnetzten konnte. Die Gäste warfen aber nochmals alles nach vorne, belegten Herden und seine aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleute mit einem wahren Trommelfeuer an Schüssen und als Dibelka bei fast leerem Tor nur den Pfosten traf (58.), blieb Gästecoach Beattie nur noch die Chance auf einen sechsten Feldspieler. Als bei einer Unterbrechung die Spieluhr vermeintlich weiterlief, intervenierte die Tölzer Spielerbank und durch Videobeweis ließen die Schiedsrichter die Uhr um 4 Sekunden zurückstellen. Tatsächlich gelang den Löwen genau 2 Sekunden vor Ultimo noch der Ausgleich, doch in der Verlängerung erwies der vorher schon gegen Entscheidungen der Schiedsrichter wild opponierende Wehrs seinem Team einen „Bärendienst“. Seine undisziplinierten 2+2+10 Strafminuten nutzte Järveläinen zu einem gut dossierten Pass, den Rajala per wuchtigen „Onetimer“ in die Maschen setzte und den Gastgebern somit den Zusatzpunkt sicherte.

Tölz hatte sich mindestens den einen Zähler durchaus verdient und das nötige Quäntchen Glück war diesmal mehr auf Seiten der Oberfranken. Heimtrainer Kujala sprach in der PK sogar davon, „dass man sehr zufrieden sei mit den 2 Punkten, auch wenn man es sich heute außer den ersten guten 10 Minuten nicht wirklich verdient hat“.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH