Samstag 04.11.1978

EA Kempten-Kottern – SVB 12:2 (5-0,3-1,4-1)

 

Zuschauer: 1 000 Strafen: K: 13 Min BT: 18+10 Min

 

SVB: Oehl, Käs – Kilbourn, Schwindl, Kahler, Benker, Balg, Ziegenthaler – Hunter, G.Schmid, L.Schmid, Hörath, Meyer, Schneider, Och, Prell, Rieger, Ullmann

 

Tore: EAK: Driendl (4), Vann, Lenzer (je 2), Kuhn, Heckl, Bank, Geiger

SVB: Meyer, L.Schmid

 

In Kempten ohne Chance

 

SVB-Eishockeyteam unterlag Topfavorit hoch mit 2:12

 

Ohne Chance war die Eishockeymannschaft des SV Bayreuth am Samstag in ihrem ersten Bayernliga-Auswärtsspiel beim Topfavoriten EA Kempten-Kottern. Vor rund tausend oft fanatisch mitgehenden Zuschauern erteilten die Allgäuer, die in dieser Verfassung gut und gerne ein bis zwei Klassen höher spielen könnten, den Bayreuther mit 12:2 (5-0,3-1,4-1) eine Lektion

 

Von Anfang an ließen die im Stile einer Oberligamannschaft auftrumpfenden Einheimischen keinen Zweifel über den Ausgang aufkommen. Der 106fache Ex-Füssener Nationalspieler Bernd Kuhn, die Ex-Peitinger Bundesligaspieler Lenzer, Driendl und Golomb, sowie zwei hervorragende Kanadier waren für die Bayreuther eine Nummer zu groß. Dem Tempospiel der Allgäuer hatte der SVB nichts entgegenzusetzen.

SVB-Spielertrainer G.Schmid versuchte Kuhn zwar nach besten Kräften abzuschirmen, doch fiel dies nicht weiter ins Gewicht, da die Allgäuer drei gleichwertige Sturmreihen aufzubieten hatten. Pausenlos berannten die Kemptener das Bayreuther Gehäuse. Dort erntete Torhüter Oehl mit guten Paraden wiederholt Szenenapplaus und hielt dadurch das Resultat in Grenzen.

Die meisten SVB-Spieler zeigten zu großen Respekt vor ihrem Gegner und erreichten dadurch nicht ihre sonstige Form. Statt aggressiv zur Sache zu gehen, wirkten viele Aktionen zu verkrampft. Lediglich die Brüder Schmid, sowie der erstmals nach seiner Verletzung wieder eingesetzte Kl.Meyer konnten läuferisch und stocktechnisch mit den Gastgebern einigermaßen mithalten. Die Abwehrspieler Kahler, Kilbourn und Benker waren mit Defensivaufgaben so überlastet, daß sie sich nur wenig um den Aufbau kümmern konnten. Beim Stande von 9:2 mussten die Wagnerstädter in den Schlussminuten auch noch zwei umstrittene Hinausstellungen hinnehmen und wurden dadurch zusätzlich geschwächt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH