Samstag 18.11.1978

EV Berchtesgaden – SVB 3:4 (0-2,3-2,0-0)

 

Zuschauer: 200 Strafen: EVB: 6 Min BT: 4 Min

 

SVB: Oehl, Käs – Kilbourn, Kahler, Benker, Balg, Ziegenthaler – G.Schmid, L.Schmid, Hörath, Meyer, Och, Hunter, Schneider, Prell, Rieger, Ullmann

 

Tore: 0:1 (1) Och (G.Schmid); 0:2 (14) L.Schmid (Benker), 1:2 (?) Zauner, 1:3 (?) L.Schmid, 2:3 (?) Irlinger, 3:3 (?) Zauner, 3:4 (?) L.Schmid

 

Erster Auswärtssieg

 

SVB-Eishockeyteam gewann beim EV Berchtesgaden mit 4:3

 

Nach seinem ersten Heimsieg mit 3:2 gegen Amberg landete der SV Bayreuth in der Eishockey-Bayernliga am Samstag auch gleich seinen ersten Auswärtserfolg. Mit 4:3 (2:0, 2:3, 0:0) entführte er beide Zähler vom EV Berchtesgaden. Herausragender Bayreuther Spieler war der dreifache Torschütze Lothar Schmid.

 

Vor 200 Zuschauern lieferten die Gäste eine kämpferisch eindrucksvolle Partie. Sie blieb bis zur letzten Sekunde spannend, wobei das Schlussdrittel torlos verlief.

Vielversprechend eröffneten die Bayreuther das erste Drittel. Schon ihr erster Vorstoß endete mit einem Pfostenschuß von G.Schmid. Nach einer Minute erzielte dann Och auf Vorlage von G.Schmid die Bayreuther 1:0-Führung, der in der 14. Minute das 2:0 folgte. Diesmal war L.Schmid auf Vorlage von Benker der Torschütze.

Im mittleren Drittel drehten die Berchtesgadener mächtig auf. Nach ihrem Anschlusstreffer wurden sie allerdings prompt durch das Bayreuther 3:1 geschockt, das wiederum L.Schmid erzielte. Innerhalb von wenigen Minuten aber erzwangen die Gastgeber doch noch den 3:3-Gleichstand. Die Bayreuther bewiesen Nervenstärke. Ein herrlicher Treffer von L.Schmid brachte sie mit 4:3 abermals in Front. Das dies bereits der Endstand war, wusste zu diesem Zeitpunkt natürlich niemand.

Das Schlussdrittel stand im Zeichen verbissenen Kampfes. Berchtesgaden setzte alles auf eine Karte, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr.

Spielerisch erwies sich der SVB über weite Strecken als die bessere Mannschaft. Auch gemessen an seinen Chancen ging der Sieg in Ordnung. Lothar Schmids drei Treffer waren sehenswert. Erstmals nach seiner Verletzung wirkte der Kanadier Bob Hunter wieder mit. Er konnte allerdings noch nicht voll überzeugen. Er machte es jedoch möglich, dass der SVB drei Sturmreihen aufzubieten vermochte. Gegen die jungen, kampfstarken Berchtesgadener geriet Bayreuths Hintermannschaft zwar wiederholt in Verlegenheit, bewährte sich aber vor allem im letzten Drittel. Der Kanadier Kilbourn verdient als ruhender Pol hervorgehoben zu werden. Empfehlenswert wäre es, wenn sich Kilbourn dann und wann auch einmal etwas mehr in das Angriffsspiel einschalten würde.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH