Sonntag 26.11.1978

ESV Burgau – SVB 6:2 (2-0,2-0,2-0)

 

Zuschauer: 400 Strafen: ESVB: 34 Min BT: 26 + 2x10 Min

 

SVB: Käs, Oehl – Kilbourn, Kahler, Benker (10), Balg, Ziegenthaler – G.Schmid, L.Schmid, Hörath (10), Meyer, Schneider, Plattner, Prell, Hartmann

 

Tore: 1:0 (17) Watzka; 2:0 (18) Seelus; 3:0 (21) Rieder; 4:0 (39) Seelus; 5:0 (42) Seelus; 5:1 (47) G.Schmid; 6:1 (49) Schaich; 6:2 (58) L.Schmid

 

Knochenharter Gegner

 

Beim Eishockeyspiel in Burgau hagelte es Strafminuten

 

Wie bereits kurz gemeldet, musste das Eishockeyteam des SV Bayreuth am vergangenen Sonntag in Burgau eine weitere 2:6 (0:2,0:2,2:2)-Niederlage einstecken. In dem überaus hart geführten Treffen erlitt der bereits ersatzgeschwächt angekommene SVB durch reihenweise neue Verletzungen eine weitere Schwächung. Im ersten nun folgenden Heimspiel empfängt der SVB am kommenden Samstag um 19 Uhr den EV Berchtesgaden.

 

Das erste Drittel bei starkem Schneetreiben vor etwa 400 Zuschauern ließ zunächst kein schnelles Spiel zu. Es brachte jedoch bereits beiden Mannschaften je fünfmal zwei Strafminuten und für Bayreuth außerdem die erste 10-Minuten-Disziplinarstrafe wegen Reklamierens. Diese Spielweise setzte sich dann während der gesamten Begegnung fort. Nicht selten sah man auf beiden Seiten nur drei Akteure auf dem Eis.

In der 17. und 18.Minute musste Käs, der diesmal das SVB-Tor hütete, gleich zwei Treffer hintereinander zulassen. Torschützen waren Watzka und der erstmals für den ESV Burgau spielende Bundesligaspieler Seelus vom VfL Bad Nauheim. Das zweite Drittel verlief ähnlich. Hier erhöhten Seelus und Rieder auf 4-0.

Der SVB war zu diesem Zeitpunkt durch den Ausfall von Balg, Verletzungen der Brüder Schmid und Meyer schon so dezimiert, dass der Kanadier Kilbourn fast das ganze Spiel nicht mehr ausgewechselt werden konnte. Trotzdem konnte im letzten Drittel mit 2-2 das Ergebnis noch einigermaßen erträglich gestaltet werden. Gerhard und Lothar Schmid erzielten die Tore.

Einzige Bayreuther Spieler, die diese Härte mithalten konnten, waren Spielertrainer Schmid und Kilbourn, die dafür aber auch mehrere Strafzeiten kassierten, obwohl sie selbst des öfteren sehr hart genommen und Schmid außerdem verletzt worden war. Kurz vor Schluss erwischte es dann auch noch Verteidiger Ziegenthaler. Ein Stockschlag traf ihn am Auge, so dass er im Krankenhaus genäht werden musste.

27 Strafminuten für Bayreuth sowie zweimal Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe für Hörath und Benker wegen Reklamierens standen 34 Strafminuten für Burgau gegenüber. Hätten die Schiedsrichter nicht so oft eingeschritten, wären Ausschreitungen nicht ausgeschlossen gewesen.

Auf Bayreuther Seite konnte wiederum Spielertrainer Schmid und Verteidiger Kilbourn durch ihren unermüdlichen Einsatz am meisten überzeugen. Alle übrigen SVB-Spieler hielten sich angesichts der außergewöhnlichen Härte der Gastgeber oft ziemlich zurück.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH