Samstag 09.12.1978

SVB – TSV Hopferau 2:0 (1-0,0-0,1-0)

 

Zuschauer: 400 Strafen: BT: 17 + 4x10 Min TSVH: 18 Min

 

SVB: Käs, Oehl – Kilbourn, Balg, Kahler, Ziegenthaler, Schwindl – L.Schmid, G.Schmid, Meyer, Hörath, Och, Schneider, Prell, Benker, Ullmann, Hartmann

 

Tore: 1:0 (13) L.Schmid (Meyer); 2:0 (56) Meyer (G.Schmid)

 

Die Schiedsrichter sorgten für Hektik

 

SVB-Eishockeyteam gelang mit 2:0 Revanche gegen Hopferau / 57 Strafminuten

 

Eine Revanche für die 3:5-Vorrundenniederlage gelang dem Eishockeyteam des SV Bayreuth im dritten Bayernliga-Heimspiel. Vor rund 400 Zuschauern ging in einem niveauarmen Treffen der 2:0 (1:0,0:0,1:0)-Erfolg der Gastgeber gegen einen oft mit harten Bandagen einsteigenden TSV Hopferau völlig in Ordnung. Für Hektik auf dem Eis und auf den Rängen sorgte das schwache Schiedsrichterduo Graf/Hoffmann (Amberg/Ingolstadt) mit Serien an Fehlentscheidungen gegen die Einheimischen, die mit insgesamt 57 Strafminuten einen neuen „Vereinsrekord“ aufstellten.

 

Noch geraume Zeit nach der Schlusssirene diskutierten die SVB-Anhänger über die völlig unzulänglichen Leistungen der Unparteiischen, die es am Samstagabend fertig gebracht hatten die Freude am Eishockeysport zu verderben. Was war geschehen? Nach fairem ersten Drittel übersahen die „Schiris“ im zweiten Abschnitt zahlreiche Fouls der Gäste, schickten aber dafür wegen Kleinigkeiten die SVB-Cracks konsequent auf die Strafbank. Als sich dann z.B. Spielertrainer Gerhard Schmid in Diskussionen mit den Unparteiischen einließ, marschierte er auch einmal für fünf und einmal für zehn Minuten auf die „Armesünderbank“. Die Verteidiger Kilbourn und Schwindl konnten ein ähnliches Lied anstimmen. Schwindl erwischte es im Schlussdrittel nach einer sicher nicht ganz astreinen Attacke böse. Er zog sich eine Platzwunde unterhalb des Auges zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Doch auch jene Szene war symptomatisch: Während der Bayreuther Verteidiger dafür noch zwei Minuten erhielt, durfte der an der Rangelei beteiligte Hopferauer Akteur auf dem Eis bleiben.

Den bei schnellen Vorstössen der SVB-Stürmer meist mit unfairen Mitteln abblockenden Allgäuern ist im Prinzip gar kein Vorwurf zu machen. Sie fanden ja für ihre harte Gangart noch die Unterstützung der Schiedsrichter. Zum Glück für die Oberfranken erwiesen sich die Gästestürmer als harmlos. Sie konnten aus zahlenmäßiger Überlegenheit (mitunter „saßen“ drei Bayreuther) kein Kapital schlagen. Die sportlichen Höhepunkte waren hingegen dünn gesät. Die Gastgeber wussten im ersten Drittel mit zahlreichen Chancen nur wenig anzufangen, scheiterten oft an dem Hopferauer Torsteher Tauber bzw. verfehlten mit gefährlichen Weitschüssen (G.Schmid, Schwindl) nur knapp das Tor. Mehr Druck kam nach Lothar Schmids Führungstreffer nach sehenswerter Einzelleistung und elegantem Rückhandschuss (Vorlage Meyer) in die Aktionen. Als dem alleine durchgebrochenen Spielertrainer G.Schmid von einem Gästeverteidiger die Beine weggezogen wurden, vergab der gefoulte Ex-Selber einen Penalty. Im zweiten Durchgang hatten konstruktive Kombinationen auf beiden Seiten Seltenheitswert. Bedingt durch Zeitstrafen verloren die Einheimischen den roten Faden. Doch auf die immer wieder veränderte SVB-Deckung war Verlaß. Die Abwehr ließ trotz minutenlanger Belagerung nicht irritieren, wenngleich mit Verschnaufpausen schaffenden Pässen regelrecht gegeizt wurde.

Ein Sonderlob verdiente sich beim SVB der fangsichere Torhüter Käs. In der Deckung zeigte Kilbourn kluges Stellungsspiel, während im Sturm nur mit der ersten Formation mit den Brüdern Schmid und Meyer Staat zu machen war. Mit Ausnahme von Hörath blieb die zweite SVB-Sturmreihe recht blaß, wobei Schneider wiederholt gravierende Abspielfehler unterliefn.

 

Kantersieg der SVB-Jugend

Einen 9:1 (3.0.5:0,1-1)-Kantersieg beim ERV Schweinfurt feierte der Nachwuchs des SV Bayreuth im Punktspiel der Jugend-Klasse 3. Klaus Sobeck war mit 5 Treffern erfolgreichster Torschütze beim Gast.

 

S.Zerrenner



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH