Freitag 22.12.1978

ERSC Amberg – SVB 3:8 (1-2,2-2,0-4)

 

Zuschauer: 200 Strafen: ERSCA: 6+10 Min BT: 6 Min

 

SVB: Käs, Oehl – Kilbourn, Kahler, Schwindl, Balg, Ziegenthaler – G.Schmid, L.Schmid, Meyer, Hunter, Och, Benker, Schneider, Hörath

 

Tore: 0:1 (5) G.Schmid; 1:1 (16) Hoffmann (Stieschnacks); 1:2 (17) Schneider; 2:2 (24) Gassner; 3:2 (27) Witetschek (Hoffmann); 3:3 (32) Hunter; 3:4 (34) Meyer; 3:5 (41) Hunter (Och); 3:6 (46) G.Schmid (Meyer); 3:7 (52) Hunter (Och); 3:8 (53) Hörath;

 

Mittelfeldrang gefestigt

 

Eishockey-Bayernliga-Neuling SV Bayreuth gelang beim Nachbarn ERSC Amberg ein ungefährdeter 8:3-Erfolg

 

Mit einem verdienten 8:3 (2:1,2:2,4:0)-Sieg entführte das Eishockeyteam des SV Bayreuth am Freitagabend vor nur 200 Zuschauern in der neuen Amberger Eishalle beim ERSC Amberg zwei weitere wichtige Auswärtspunkte. Der Neuling verbesserte sich damit auf den fünften Tabellenplatz in der Eishockey-Bayernliga

 

Der Sieg des SVB war trotz der knappen Ergebnisse in den ersten beiden Spielabschnitten in keiner weise gefährdet und ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Die Bayreuther hatten mit gekonnt vorgetragenen Angriffen begonnen. Sie versuchten die Deckung der ganz auf Abwehr eingestellten Oberpfälzer mit weiten Pässen auszumanövrieren. Spielertrainer G.Schmid führte sowohl im ersten Sturm mit Meyer und seinem Bruder Lothar Schmid als auch im dritten Sturm zusammen mit Schneider und Hörath glänzend Regie. Bereits in der 3.Minute brachte er seine Mannschaft mit 1:0 in Führung, die aber trotz spielerischer Überlegenheit durch Hoffmann (16) bei einem Konter ausgeglichen wurde. Aber bereits eine Minute später stellte Schneider im Nachschuss den knappen Vorsprung wieder her. Zu diesem Zeitpunkt fehlte zur spielerischen Überlegenheit der nötige Tordrang, um das Spiel schon in dieser Phase zu entscheiden.

Die Gastgeber bekamen dadurch Auftrieb und das Spiel mehr Temperament und Farbe. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels boten sich Lothar Schmid drei klare Torchancen. Er scheiterte aber jeweils am ERSC-Torwart. Zwei überraschende Konter benutzten die Gastgeber zur 3-2-Führung. Dann besann sich der SVB. Seine Kombinationen wurden druckvoller, es wurde beherzter geschossen. Die zweite Sturmreihe mit Hunter, Och und Benker holte den Rückstand auf. Sehenswert die 4:3-Führung durch Meyer bei einem Alleingang, den er mit einem herrlichen Schuss aus vollem Lauf abschloß. Im Schlussdrittel waren die Gastgeber mit ihrem Widerstand am Ende. Hunter (2), Gerhard Schmid und Hörath stellten mit ihren Toren den 8:3-Endstand her.

Mit den Bayreuther Sturmreihen unter der Regie von Spielertrainer Schmid konnte man zufrieden sein. Besonders Hunter brachte mit seinen Torschüssen wieder mehr Druck im zweiten Sturm, der damit viel gefährlicher als sonst war. Lothar Schmid hatte mit seinen Schüssen allerdings kein Glück, während Meyer immer besser ins Spiel kam. In der Verteidigung traten hingegen erneut läuferische Schwächen und Deckungsfehler auf, die wiederum zu durchaus vermeidbaren Gegentoren führten. Neben den zuverlässigen Kilbourn und Kahler, konnte auch Ziegenthaler gefallen, der im Schlussdrittel für Balg eingewechselt wurde. Schneider fiel bereits im zweiten Drittel mit einer Schulterverletzung aus und wird der SVB-Mannschaft wohl einige Zeit fehlen. Beide Teams setzten zwei Torhüter ein, wobei Beim SVB Freddy Käs den besseren Eindruck hinterließ. Käs ließ im letzten Drittel kein Gegentor mehr zu und zeigte einige gute Abwehrparaden.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH